In einem am MMA-Amateurliga-Kampf kam es zu dieser extrem sportlichen Geste: Statt seinen Gegner im Ring regelrecht zu vernichten, gab der sichere Gewinner freiwillig auf, um seinen Kontrahenten auf faire Weise zu ehren. Schaut euch dieses einmalige Duell samt großem Sportsgeist im Video an.

MMA ist ein harter Sport, der den Athleten alles abverlangt, aber auch ein dickes Ego braucht. Wer kennt sie nicht, die Videos, in denen die Fighter ihre unterlegenen Gegner durch ebenso absurde wie gemeine Aktionen erniedrigen? Umso verblüffender ist es, wenn ein Kämpfer, der seinen Kontrahenten bereits durch eine Serie von Schlägen und Tritten kurz vor den K.o. gebracht hat, den Kampf vorzeitig abbricht und seine Aufgabe signalisiert.

Genau das hat der US-philippinische Fliegengewichts-Kämpfer Mike Pantangco für seinen Gegner getan: In seinem Kampf gegen Jeremy Raser im Octagon der Amateur-MMA-Liga PCFL kam es zu den folgenden Bildern: Nachdem er Raser bereits durch mehrere Kombinationen sowie harte Kopftreffer an den Punkt gebracht hatte, an dem ein Fighter seinen Gegner haben möchte, geht Pantangco vor dem Gegner in die Knie. In solcher Pose klopfte Mike dreimal auf den Ringboden – das Zeichen der Aufgabe, eine Respektbezeugung an den Gegner durch einen wahren Sportsmann.

Nicht Gnade, sondern Respekt

Pantangco in einem Interview mit dem US-TV-Format „Inside MMA“: „Ich habe ihm mehrere Kopftreffer verpasst und gesehen, dass er zu zucken anfing. Das war der Punkt, wo ich aufhörte. Ich fühlte mich mies, merkte, dass er nicht mitkam, das ist nicht meine Art zu kämpfen. Wir sind Amateurkämpfer, wir werden nicht fürs Kämpfen bezahlt. Raser hat sich nämlich eine Stunde vor dem Kampf bereiterklärt, für meinen Gegner einzuspringen, weil der abgesagt hat. […] Ich habe das nicht aus Gnade getan, sondern aus Respekt.

Tatsächlich gab Jeremy Raser seinerseits dem YouTube-Kanal ACSLIVE ein Interview, in dem er offenbarte, dass er einen extrem harten 12-Stunden-Arbeitstag hinter sich hatte, als sich die Liga für den Amateurkampf an ihn wandte – er wollte kein schlechter Sportsmann sein, indem er absagte. Sein Gegner Pantangco dankte ihm seinen Sportsgeist durch eine ebenso faire wie sportliche Geste.