MMA-Fans der „Bellator“-Serie wurden in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai 2019 in Birmingham Zeugen eines spektakulären K.O., mit dem der Kontrahent von Raymond Daniels in dieser Form wohl nicht gerechnet hatte. Eine halbe Minute, nachdem die erste Runde des Falls zwischen ihm und seinem Gegner Wilkes Barros begonnen hatte, fand sich Barros auch schon auf der Matte wieder – als Opfer gleich zweier Wirbelattacken, die kurzen Prozess machten.

Dabei fing es zahm an: Raymond Daniels verpasste Wilkes Barros zuerst einen Drehtritt, der seinen Gegner mit solcher Wucht erwischte, dass es Barros gegen den Maschendraht zimmerte. Dort blieb der Fighter benommen auf seiner Kehrseite hocken, stemmte sich unsicher in die Höhe. Zeit für Daniels, die Nummer bereits zu entscheiden und kompromisslos nachzusetzen.

In einer unter anderen Umständen alles andere als risikolosen Aktion setzte er nach – mit nicht einer, sondern gleich zwei Pirouetten, auf deren Zenit er das rechte Knie hob, um einen weiteren Tritt anzutäuschen. Barros ging ihm auf den Leim – und bezahlte dafür teuer. Er kassierte eine Rechte an den Kopf, in der die ganze Power von Raymond Daniels Doppelrotation steckte.

Das Klatschen seiner Faust gegen die Schläfe seines Kontrahenten dürfte man noch auf dem Mars gehört haben.