Manche besprechen Bücher und Filme im Internet, andere rezensieren Videospiele oder irgendwelche anderen Produkte. Der Australier „Ozzy Man“ kommentiert und bespricht lieber Sportveranstaltungen. Auf derart unterhaltsame Weise, dass wir euch das Resultat auf keinen Fall vorenthalten dürfen, das wäre sträflicher Leichtsinn. Hier also das „Ozzy Man“-Video-Review zu einem MMA-Fight, der nur neun Sekunden gedauert hat, und der von zwei Hauptdarstellern lebt: einem hochkonzentrierten Athleten, der nichts als Respekt verdient – und seinem peinlichen Gegenstück.

Ozzy, der Australier der Herzen, hat eine flinke Zunge und genau den richtigen Blick fürs Timing, um auch der drögsten Sportveranstaltung Unterhaltungswerte zu entlocken. Das muss er in diesem Fall aber gar nicht, denn der gezeigte Kampf ist selbst für Menschen ohne Englischkenntnisse und den geschliffenen Humor von „Ozzy“ äußerst unterhaltsam. Wir sehen Jason Solomon, seines Zeichens Anwärter auf den Preis „Vielleicht überheblichster Möchtegern unter allen MMA-Fightern“ beim Einzug in die Arena.

Kopfhörern in den Ohren, iPhone in der Hand, stapft er in die Halle, befummelt ungefragt irgendwelche Mädels, umarmt Leute aus seinem Team, setzt einem seine Mütze auf, macht noch ein paar Gymnastikübungen auf dem Weg in den Käfig und macht sich über seinen Gegner lustig. Kurz: Er benimmt sich ganz allgemein gesprochen wie jemand, dem man gerne mal mit fünf Metern Anlauf mit beiden Beinen voran ins Gesicht springen würde. Aber keine Sorge, denn dazu besteht keine Notwendigkeit. Sein fokussierter, hochkonzentrierter Gegner, der den Sport offenkundig ernstnimmt, entsorgt den Gernegroß schon. Und zwar in nur neun Sekunden.