Nach Möglichkeit sollte man sich immer mit einem Gegner seiner Gewichtsklasse anlegen. Oder noch besser: Jemandem über seiner Gewichtsklasse, das ist enorm sportlich. Boxlegende Mike Tyson hegte vor über 30 Jahren einen Traum, gegen einen Wunschgegner der ganz besonderen Art die Handschuhe zu erheben. Denn „Iron Mike“ wollte einmal im Leben gegen einen Silberrücken-Gorilla boxen. Dies offenbarte der 52-Jährige unlängst.

Der britischen Zeitung „The Sun“ zufolge hatte der seinerzeit 20-jährige Boxschwergewichts-Weltmeister die Idee bereits 1986, als er einen Zoo besuchte. Doch Tyson träumte nicht nur, er versuchte auch, das Ganze wahrzumachen: „Ich bestach einen Mitarbeiter, dass er den Zoo nur für mich und Robin wieder aufschließt. Als wir beim Gorilla-Käfig ankamen, war dort ein großer Silberrücken, der die anderen Gorillas einschüchterte.“

Die Tiere hinterließen Eindruck bei Tyson

Sie seien „so voller Kraft“, „aber ihre Augen waren die von unschuldigen Kindern“ gewesen, erinnert sich der Boxer. Tyson unterbreitete dem Zoowärter damals ein unmoralisches Angebot: „Ich bot [ihm] 10.000 Dollar dafür, dass er den Käfig öffnete und mich dem Silberrücken die Grauleiste polieren ließ. Er lehnte ab“, so „Iron Mike.“

Höchstwahrscheinlich zu Tysons Glück, werden die Tiere doch zwischen 200 und 350 Kilo schwer, bringen damit das dreifache seines damaligen Kampfgewichts auf die Waage und sind zudem um ein Vielfaches stärker als Menschen. Gorillas gelten als vergleichsweise sanftmütig und klären Konflikte lieber auf soziale Weise, statt durch körperliche Konfrontationen.

Wir fragen uns, ob dem so auch gewesen wäre, wenn man ihnen ins Gesicht geschlagen hätte.

Quelle: bild.de