Nachdem wir euch vor kurzem bereits das schwedische Wohnwagenrennen präsentiert haben, sind wir auf der Suche nach neuen Arten des Rennsportes in Australien gelandet. Dort wird auf dem im Süden des Kontinentes gelegenen Murray River Jahr für Jahr das sogenannte „Dinghy Derby“ über 100 Kilometer ausgetragen. Ihren Ursprung hat diese Sportart in einer Wette, ist aber schnell so populär geworden, dass mittlerweile Red Bull die Rennen veranstaltet.

Dabei donnert man in einer schwimmenden Nussschale aus federleichtem Aluminium (dem namensgebenden „Dingi“ [dt.]) mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h über einen schmalen Flusslauf, haarscharf an Baumstämmen und auch sonst allen Hindernissen vorbei, die einen die Natur so in den Weg stellt. Als wäre das an sich nicht schon verrückt genug, hängt sich der Navigator dazu auch noch weit über den Rumpf, um im wahrsten Sinne des Wortes vorausschauend den Kurs anzugeben.

Doch es lohnt sich. Nicht nur, dass einen im beschaulichen Veranstaltungsort Renmark Ruhm und Ehre erwarten, das Siegerpärchen erhält auch noch traditionell eine Trophäe aus Plastik, für satte sechs Dollar.

Vermutlich geht auch der Preis auf die Ursprünge im Jahr 1981 zurück, als zwei Dudes darum wetteten, wer den Murray River am schnellsten in einem umgangssprachlich auch „Tinny“ genannten Boot durchqueren kann. Wir wissen nicht, mit welcher Geschwindigkeit die Jungs seinerzeit unterwegs waren, aber gegen die 60 PS starken Alu-Schalen von heute hätten sie sicherlich gnadenlos abgestunken.

Dass selbst Daniel Ricciardo und sein F1-Kollege Max Verstappen vor dem Formel-1-Rennen in Melbourne 2017 in ein Dingi gestiegen sind, um sich ein Rennen im Aussie-Style zu liefern, beweist, welchen Status die Sportart Down Under genießt. Und es würde uns nicht wundern, wenn der Trend bald den Ozean überquert und zu uns rüber schwappt.

Quelle: redbull.com