Der gute alte Bauchklatscher! Einst ein Zeichen, dass sich der Poser im Schwimmbad in seinem Bemühen, die Mädels mit einem spektakulären Sprung von 10-Meter-Brett zu beeindrucken, übernommen hat, heutzutage ein respektabler Sport. Natürlich ist deshalb nicht jeder, der seinen Sprung versammelt und mit krebsrotem Bauch aus dem Becken klettert, deshalb gleich ein Athlet. Aber die Jungs im folgenden Video haben die Bezeichnung durchaus verdient.

Immerhin haben sie es ins Halbfinale der Weltmeisterschaft im „Death Diving“ geschafft, einer Extrem-Sportart aus dem kühlen Norwegen. Die Idee dahinter ist, die Arme und Beine beim Sprung vom 10-Meter-Brett solange wie möglich x-förmig von sich zu strecken, und sich kurz vor dem Eintauchen ins Wasser zusammenzurollen. Insofern ist „Bauchklatscher“ eigentlich die falsche Bezeichnung für die Sprünge, da ein solcher am Ende schließlich vermieden werden soll. Auch aus Gründen der Verletzungsgefahr, versteht sich.

Die „World Dødsing Championship“ wird seit 2008 jedes Jahr in Oslo ausgetragen. Gewinner ist, wer die Wertungsrichter mit der höchsten Geschwindigkeit, der größten Wasserfontäne und der besten Haltung in der Luft imponiert. Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung einst mit gerade mal sechs Springern. Heutzutage hat sich eine ganze Vereinigung namens „The International Dødsing Association“ um den Sport herum geformt und jährlich nehmen an die 100 Athleten teil, angefeuert von tausenden Zuschauern. Das ist schon eine andere Nummer als das Gepose im Freibad um die Ecke.