Zum Ärger anderer Insassen: Boris Becker soll im Knast als Hilfslehrer arbeiten – Der ehemalige Tennisstar wurde wegen Insolvenzverschleppung in Millionenhöhe zu zwei Jahren und sechs Monaten Knast verdonnert. Seit dem Urteil sitzt Boris Becker in einem britischen Gefängnis ein und hat dort schon für die eine oder andere Schlagzeile gesorgt. Nun droht weiterer Ärger: vonseiten seiner Mitinhaftierten.

Denn dass der Ex-Tennisprofi bereits einen Job zugeteilt bekommen hat, sorgt bei den anderen Häftlingen für Unmut. So soll Becker laut der „Sun“ als Hilfslehrer im von London aus rund 70 Kilometer entfernten HM Prison Huntercombe arbeiten. Dort soll er beim Sportunterricht anderen Gefangenen erklären, welche positiven Effekte körperliche Bewegung und gesunde Ernährung haben.

Insassen wittern Vorzugsbehandlung

Allerdings soll Becker nur den Theorieunterricht leiten. Denn für den praktischen Teil im Fitness-Bereich des Gefängnisses ist er als Knast-Neuzugang noch nicht zugelassen. Sein Job als Sport-Hilfslehrer geht vielen Insassen jedoch auch so gegen den Stich und kommt so gar nicht gut an. Der Hintergrund ist, dass in Haftanstalten der Job eines Lehrers als privilegiert und bequem angesehen wird und somit gerade für Neulinge mehr als ungewöhnlich ist.

Hier wittern die andern Knastis eine massive Vorzugsbehandlung Beckers. Laut der „Sun“ klagte einer der Insassen über den Becker-Job: „Normalerweise müsste man Jahre hier sein,  um einen Job als Hilfslehrer zu bekommen. […] Aber Becker hat ihn nur Wochen nach seiner Strafe erhalten.“

Beschwerden an die Gefängnisleitung

Es sollen sich sogar bereits Angehörige von Gefangenen per Brief an die Gefängnisleitung gewandt haben. Darin beschweren sie sich über diese Maßnahme, nehmen diese als Bevorzugung des Tennis-Stars wahr. So zitiert die „Sun“ einen Mithäftling mit den Worten: „Es mag nicht das Luxusleben sein, das er gewohnt ist. Aber er hat es allemal besser als die meisten Insassen.“

Währenddessen reagierte die Gefängnisleitung auf die Anschuldigungen der Sonderbehandlung, erklärte der „Sun“: „Es ist nicht richtig, dass es irgendeine Form von bevorzugter Behandlung gegeben hat. […] Verurteilte Täter können eine Reihe von Arbeits- und Bildungsangeboten annehmen, während sie einsitzen.“

Quelle: stern.de