Als WhatsApp vor gerade einmal sieben Jahren das Licht der digitalen Welt erblickte, waren die Menschen anfangs skeptisch. Heute können sich Unzählige ihre tägliche Kommunikation ohne den Messenger nicht mehr vorstellen. Obwohl er nicht unumstritten ist. Mit WhatsCall schickt sich ein neuer Dienst an, eine ähnliche Revolution auszulösen: Gratis-Telefonie in über 230 Länder.

Trotz des sehr ähnlichen Namens – der mit Sicherheit nicht grundlos gewählt wurde – hat WhatsCall nichts mit der Facebook-Tochter WhatsApp zu tun. Die App ist ein Produkt des Anbieters Cheetah Mobile und seit kurzem erhältlich. Die Funktion ist dabei denkbar simpel: Man lädt die App gratis im Google Play- oder Apple App-Store herunter und registriert sich. Danach kann man Freunde oder Familienmitglieder anrufen. Finanziert wird das Ganze über Credits.

Angerufene brauchen WhatsCall nicht

Dieses Guthaben erhält der Nutzer für tägliche Logins, durch das Betrachten von Werbung oder durch das Einladen von Freunden in die App. Wer sich am anderen Ende eines WhatsCall-Anrufs befindet, soll die App selbst nicht benötigen, ebenso wenig wie eine aktive Datenverbindung oder eingeschaltete Live-Benachrichtigungen. Damit will Cheetah Mobile im Gegensatz zu anderen Messenger-Diensten dem Problem vorbeugen, einen Großteil der Weltbevölkerung (laut Cheetah über 70 Prozent) auszuschließen, der nicht über eine schnelle 3G- oder LTE-Datenverbindung verfügt. WhatsCall hat es sich zum Ziel gesetzt, all diese Menschen zu verbinden.

David Wu, Vizepräsident für globales App-Marketing bei Cheetah Mobile, formuliert dieses Ziel so: „Die Kosten für Anrufe ins Ausland auf Mobil- oder Festnetznummern sind für viele Menschen zu hoch. Mit dem Konzept, sich Werbung im Austausch für Gesprächsguthaben anzusehen, haben wir bei Cheetah Mobile einen völlig neuen Angang geschaffen, der das Potenzial hat, die Kommunikation zwischen Menschen auf der ganzen Welt zu verändern. Darauf sind wir stolz.

Man darf gespannt sein, ob diese App bereits verbreiteten und gut angenommenen Messengern wie WhatsApp den Rang ablaufen kann. Die Idee klingt, als besäße sie das Potenzial dazu.