Vor kurzem fiel WhatsApp für gerade Mal ein paar Stunden aus und schon glaubten viele, Armageddon stünde vor der Tür. Ihrer Kommunikation beraubt hockten sich die Menschen weltweit wie verletzte Tiere schutzsuchend unter ihren Türsturz, nur um dort von hämischen Familienmitglieder angefallen zu werden, die sogleich ihre Zähne in das Fleisch ihrer Opfer schlugen. „Ist doch gut, dann können wir uns endlich mal wieder unterhalten“, steht in gusseisernen Lettern über den Pforten der Hölle geschrieben.

Nein nein, Spaß beiseite. Mit der wortwörtlich richtigen Einstellung ist WhatsApp eine feine und vor allem praktische Sache. Dazu gehört neben einem gewissen Höflichkeitsempfinden anderen Leuten gegenüber aber vor allem, seine Sicherheitseinstellungen stets auf dem neuesten Stand zu halten. Denn kürzlich ist abermals eine schwerwiegende Sicherheitslücke entdeckt worden. Aber keine Sorge, wir verraten euch, wie ihr das Leck flickt.

Zunächst einmal solltet ihr wissen, dass Hacker durch die Lücke Zugriff auf hinterlegte Datensätze der jeweiligen User erhalten. Dazu gehören das Profilbild, die Status-Nachrichten und der Zeitpunkt, zu dem der Nutzer das letzte Mal online war. Alles, was die Bösewichte dazu brauchen, ist ein manipuliertes Skript in Verbindung mit der Web-Version von WhatsApp. Das perfide daran ist, dass derjenige, der das Skript ausführt, nicht nur Daten der eigenen Kontakte abrufen kann, sondern von praktisch jedem WhatsApp-Account, der nicht entsprechend geschützt ist. Es reicht, die entsprechende Handynummer einzugeben.

So könnt ihr euch schützen!

Wie so oft, hängt das Ausmaß der Daten, die ausgespäht werden können, von den eigenen Sicherheitseinstellungen bezüglich der Sichtbarkeit von Informationen ab. Um euch zu schützen, geht ihr folgendermaßen vor:

Navigiert in WhatsApp zu Einstellungen -> Account -> Datenschutz. Hier findet ihr als erste übergeordnete Kategorie den Bereich „Wer kann meine persönlichen Daten sehen“. Solltet ihr es noch nicht getan haben, ändert die Einstellung in den Punkten „Zuletzt online“, „Profilbild“ und „Info“ von „Jeder“ auf „Meine Kontakte“ oder auch auf „Niemand“.

Klingt profan, ist aber wichtig, wenn ihr sicherstellen wollt, dass Fremde nicht auf eure vertraulichen Daten zugreifen können. Und auch wenn viele nun sicherlich mit den „Weiß ich doch schon längst“-Augen rollen, werden wir nicht müde, mit jeder neuen Sicherheitslücke abermals auf diese Einstellungen hinzuweisen.