Nachdem sich Facebook den Instant-Messaging-Dienst WhatsApp unter den Nagel gerissen hat, geht es bergab. Dazu noch der fünfstündige WhatsApp-Totalausfall am Wochenende. Nutznießer des Fiaskos ist Konkurrent Telegram, der sich seit der Übernahme kräftig die Hände reibt. Denn die Downloadzahlen des Instant-Messaging-Dienstes explodieren.

So sollen laut dem Telegram-Entwickler 100 neue Mitglieder pro Sekunde zur WhatsApp-Alternative wechseln. Das ist vor allem darauf begründet, dass die 19 Milliarden teure Übernahme von WhatsApp zu Facebook viele Nutzer beunruhigt hat, da sie fürchten, ihre Daten seien unter Führung des Zuckerberg-Unternehmens nicht mehr sicher.

Daher verwundert es nicht, dass Telegram neben Threema und Co. einen enormen Andrang an neuen Nutzern genießt. Nach dem WhatsApp-Ausfall am Wochenende konnte der Telegram-Messenger zweier russischer Entwickler am meisten davon profitieren. Alleine an diesem Tag begrüßten sie 1,8 Millionen neue User.

Doch der unerwartete Andrang brachte auch Probleme mit sich. „Wir haben Verbindungsprobleme in Europa, ausgelöst durch eine Lawine an neuen Nutzern“, twitterten die Telegram-Gründer. Das Problem wurde aber mittlerweile wieder gelöst. Man kann gespannt sein, was in Zukunft mit WhatsApp und Konsorten im großen Zirkus der Instant-Messaging-Dienste geschieht.

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