Zu den größten Lügen dieser Zeit gehört wohl der Klick auf das Feld „Hiermit bestätige ich die allgemeinen Geschäftsbedingungen gelesen und akzeptiert zu haben“. Zugegeben, besonders spannend ist die Lektüre eines ellenlangen Textes in bestem Behördendeutsch freilich nicht, allerdings finden sich in den AGBs mitunter spannende Informationen. Oder wusstet ihr, dass man für WhatsApp „offiziell“ 13 Jahre alt sein muss? Noch jedenfalls, denn aller Voraussicht nach wird das Mindestalter demnächst angehoben.

Auf die gut 1,5 Milliarden Nutzer des beliebten Messengers entfällt sicherlich ein nicht geringer Teil auf Schüler, die den Dienst nutzen, um sich auszutauschen. Doch damit könnte bald Schluss sein. Bisher ist in den allgemeinen Geschäftsbedingungen noch zu lesen: „Du musst mindestens 13 Jahre alt sein, um unsere Dienste zu nutzen.“ Anderenfalls bedarf es einer Zustimmung seitens der Eltern oder Erziehungsberechtigten.

Einem Tweet von WABetaInfo zufolge soll das Mindestalter spätestens bis zum 25 Mai auf nunmehr 16 Jahre angehoben werden. Hintergrund ist eine neue EU-Datenschutz-Grundverordnung, welche mit Inkrafttreten in 28 Ländern der Europäischen Union gilt. Diese sieht vor, dass Daten von Nutzern nur dann verarbeitet werden dürfen, wenn diese mindestens 16 Jahre alt sind. Da WhatsApp bekanntlich ganz gerne Daten sammelt und auswertet, betrifft dieses Gesetz logischerweise auch den Messenger.

Nutzer unter 16 Jahren müssen nun aber nicht befürchten, dass ihr soziales Netz zusammenbricht. Denn einerseits nennt man diesen verschwommenen Rand um das Smartphone herum „Leben“ und andererseits kann der Messenger weiterhin mit dem Einverständnis der Erziehungsberechtigten genutzt werden. WhatsApp muss lediglich über die neuen Bedingungen informieren und der User, beziehungsweise dessen Eltern, entsprechend zustimmen.

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Quelle: chip.de