2017 nahmen wieder viele Online-Betrüger und Datendiebe unsere Smartphones ins Visier und auch für 2018 dürfte sich da kaum eine Besserung ergeben. Insbesondere, wenn man Nutzer eines Gerätes mit Android-Betriebssystem ist. Die Experten des Technikportals „techbook“ haben die drei gängigsten und gefährlichsten Malware-Varianten zusammengestellt und erläutert – und erklären, wie man sich vor ihnen schützt.

Dem vorausgegangen war eine Veröffentlichung aus dem Hause Kaspersky Labs, in der die Sicherheitsexperten des Antiviren-Unternehmens offenbarten, dass rund ein Viertel aller Geräte 2017 über Pornoseiten und -Apps mit gefährlicher Malware infiziert worden waren. Die drei gängigsten Trojaner und Schad-Softwares seien dabei „Clicker“, „Banker und Ransomware“ sowie „Rooting Malware“ – die „Techbook“-Erläuterungen fassen wir in Kürze für euch im Folgenden zusammen.

Clicker-Trojaner

Diese stellen beinahe 50 Prozent der Porno-Malware-Bedrohungen auf Android-Geräten. In gefälschten Apps oder auf mobilen Porno-Seiten verbergen sie sich – sind sie erst einmal auf dem Mobiltelefon installiert, so öffnen Sie im Hintergrund des Browsers versteckte Porno-Portale und klicken diese ohne Wissen des Nutzers an, um so für Werbeeinnahmen zu sorgen.

Hier liegt nicht nur die Gefahr finanzieller Schäden für den Nutzer, oftmals schließen diese Programme auch noch ohne Wissen des Geschädigten Verträge ab. Auch lässt die Leistung des Smartphones durch die Werbeseiten nach – und der Datenverbrauch erhöht sich. Solltet ihr also entsprechende Apps herunterladen, achtet darauf, dass ihr nicht aus Versehen an eine Trojaner-Kopie der echten App geratet. Achtet auf Downloadzahlen und Bewertungen – bei besonders beliebten Apps liegen diese so hoch, dass man sie schnell von Faulen Äpfeln unterscheiden kann.

Banker/Ransomware

Während Banker sich normalerweise ebenfalls eher über Pornoseiten vermehren, findet sich Ransomware in der Regel als Porno-App getarnt im Download-Store. Beide Spielarten gehören zur Gruppe der Trojaner und ihre Auswirkungen sind verheerend: So wird nicht nur ohne eure Zustimmung oft auf Bankdaten zugegriffen, sondern die zweite Kategorie erpresst euch auch: Das Smartphone wird vollständig blockiert und der Nutzer über ein Fenster mit einer gefaketen behördlichen Nachricht informiert, dass illegale Dateien auf dem Gerät gefunden worden wären. Um es freizuschalten, verlangen die Verbrecher eine „Strafgebühr“ – sprich: ein Lösegeld – von mehreren 100 Euro. Um euch vor so einem ruchlosen Vorgehen zu schützen, könnt ihr auch hier wieder nur Umsicht beim Download von Apps walten lassen.

Rooting Malware

Nicht so subtil wie die vorherigen Varianten, dafür aber mit enormen Zugriffsrechten auf euer Smartphone ausgestattet: Mit einem einzigen falschen Tippen eurerseits installiert sich eine Anwendung auf eurem Gerät, die nach ihrer automatischen Einrichtung in die „Root“-Funktionen eingreift und sich damit uneingeschränkten Zugriff auf sämtliche Informationen, Dateien und Passwörter eures Smartphones verschafft. Diese nutzt sie oft, um zusätzlich andere Programme und Funktionen zu installieren. Ist das Telefon erst einmal auf solche Weise infiziert, lässt es sich in der Regel selbst durch neu aufsetzen nicht mehr davon befreien – auch hier schützt euch nur Um- und Vorsicht.

Quelle: techbook.de