Bei der gigantischen Auswahl an Smartphones ist es heutzutage gar nicht so einfach, sich für ein Modell zu entscheiden. Wie gut also, dass es die tapferen Mannen von Stiftung Warentest gibt, die im aktuellen Juli-Update 21 neue Smartphones der bekanntesten Marken auf Herz und Nieren geprüft haben, um verirrten Kunden einen Pfad durch den Technik-Dschungel zu schlagen.

Dabei reizten die Tester die Preispanne voll aus. Vom günstigen Alcatel 3C, mit gerade einmal 131 Euro, bis zum Edelmodell Galaxy S9+. Letzteres ist laut den Experten seinen Preis übrigens absolut wert, die das Samsung-Flagschiff zusammen mit dem kleineren Schwestermodell Samsung Galaxy S9 und einer Bestnote von 1,9 auf die vordersten Plätze votierten. Ein dickes Lob gebührte dabei der guten Kameraleistung.

Passenderweise landete das zuvor genannte Billig-Phone 3C von Alcatel im Gegenzug auf dem letzten Platz, wobei die Tester ganz generell davon abraten, weniger als 300 Euro in ein neues Gerät zu investieren. Außer natürlich, man ist bereit, große Kompromisse einzugehen. Darunter zeigten aber das Honor 9 Lite (223 Euro) und das ZTE Blade (249 Euro) immerhin solide Leistungen.

Hinsichtlich der Akkuleistungen fielen in der Mittelklasse von 300 bis 600 Euro vor allem das OnePlus 6 und das Samsung Galaxy A6 positiv auf. Wer eine leistungsstarke Kamera will, für den wird es jedoch etwas teurer. Beste Bildqualität wird erst ab 700 Euro geboten, wie zum Beispiel im Falle des Huawei P20 Pro, das in diesem Jahr mit der ersten Triple Kamera debütierte.

Edel-Smartphones für Tollpatsche

Erfreulicherweise zeigte sich im Laufe der Tests, dass Smartphone-Schalen immer stabiler werden. Waren zuvor noch reihenweise Luxus-Smartphones der Falltrommel zum Opfer gefallen, schützen nun unter anderem neue Display-Technologien die fragilen Geräte vor Schaden durch Herunterfallen. Lobend erwähnt wird hier insbesondere der Marktführer Samsung, der aus der Vergangenheit gelernt und ordentlich nachgebessert habe, überstand das Samsung Galaxy S8 und S8+ seinerzeit doch keine 50 Stürze im Warentest-Labor.

Doch in diesem Jahr sieht die Lage wie gesagt besser aus. Nach 50 Stürzen waren alle Geräte noch brauchbar, und die meisten überstanden sogar 100 Runden. So mancher Hersteller hilft diesbezüglich mit einer mitgelieferten Schutzhülle aus Kunststoff nach. Im Falle des mit gut 730 Euro recht hoch bepreisten HTC U11+ sogar ein Muss, dessen edle Glasrückseite ohne Hülle im Test zerbarst. Da es sich jedoch als ausgesprochen kratz- und wasserfest erwies, erhielt es dennoch die Note "gut" (2,4) und sicherte sich damit einen Platz im oberen Mittelfeld.

Vorsicht übrigens in Sachen wasserfestes Gehäuse. Trotz Berücksichtigung der Hersteller-Angaben zur Tauchtiefe und -zeit ertranken sowohl das Designer-Handy Nokia 8 Sirocco als auch das Billig-Smartphone HTC U11.