Mobiles Internet: Verbraucherschützer kritisieren hohe Preise – In Deutschland können sich Nutzer von mobilem Datenvolumen eigentlich nicht beklagen, fallen doch vor allem die Preise dafür in regelmäßigen Abständen. Im Ländervergleich aber ist mobiles Internet hierzulande gar nicht so günstig, wie angenommen.

Denn die Kosten liegen weit über dem europäischen Durchschnitt. Zu diesem Ergebnis kam ein aktueller Preisvergleich des Verbraucherzentrale Bundesverbands, kurz VZBV. Die Verbraucherschützer beklagen die hohen Preise für mobiles Internet vor allem deshalb, weil es „keinen nachvollziehbaren Grund“ für die hohen Kosten hierzulande gebe.

Teuersten Gebühren und Preise

Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, sagte gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“: „Die nackten Zahlen zeigen, dass wir in Deutschland mit die teuersten Gebühren und Preise für Mobilfunk und mobiles Internet haben.“ Dies im Gegensatz zu unseren Nachbarn wie Frankreich oder Italien und noch extremer in den östlichen EU-Staaten Estland, Rumänien und Polen, wo die Preise deutlich günstiger sind.

Klaus Müller betonte, dass es vor allem mehr Wettbewerb in Deutschland geben müsse. Außerdem forderte er von der Politik, dass sie nicht auf die Internet- und Telefonkonzerne hören sollen, sondern auf das, was Verbraucherinnen und Verbraucher wollen, wie etwa „mehr Flexibilität und günstige Preise.“

Polen am Günstigsten

Laut Angaben im Vergleich des Verbraucherzentrale Bundesverbands zahlte man in Deutschland 2019 für ein Gigabyte mobiles Datenvolumen durchschnittlich 3,35 Euro. In Frankreich zahlte man durchschnittlich 3,18 Euro und in Italien sogar nur 1,65 Euro – ganz zu schweigen von Polen, wo man lediglich 0,83 Euro pro Gigabyte mobilen Datenvolumens zahlen musste.

Allerdings gaben die Verbraucherschützer auch an, dass im Jahresvergleich die Preise merklich gefallen sind –  in allen zum Vergleich hinzugezogenen Ländern.

Quelle: spiegel.de