Im Zeitalter des Internets der Dinge begnügen sich die Menschen nicht mehr damit, sich mit „später“ zufriedenzugeben. Sie wollen alles jetzt, auch Dates und Liebe. Kein Wunder also, dass Dating-Apps wie Pilze aus dem Boden schießen. Doch diese neue Variante geht einen komplett anderen Weg, den man in dieser Form wohl noch nie gesehen hat. Denn statt auf Liebe setzt sie auf gemeinsamen Hass als Grundlage einer gesunden Partnerschaft. „Triff jemanden, der dasselbe Zeug hasst wie du“ – mit diesen grundsympathischen Worten begrüßt die ausschließlich für iOS erhältliche App „Hater“ ihre Nutzer beim Öffnen.

Ersonnen hat das Ganze der 29 Jahre alte Brendan Alper aus dem US-Bundesstaat Rhode Island. Ursprünglich arbeitete der Mann als Comedian, doch aus der bizarren Idee während eines Bühnenauftritts wurde eine wirkliche Geschäftsgrundlage, so Alper gegenüber dem „Boston Globe“. Bereits jetzt sind bei der App schon mehr als 200.000 Nutzer weltweit angemeldet, selbstverständlich auch Europäer. Das System funktioniert dabei recht einfach: Sobald ihr euch anmeldet, werden euch Begriffe zu Menschen, Konzepten oder Objekten irgendeiner Art vorgestellt.

Diese sortiert ihr Tinder-mäßig mit einem Wischer nach Kategorien wie „mag ich“, „mag ich nicht“, „liebe ich“ oder eben „hasse ich“. So entsteht am Ende ein Pool von Leuten, die dieselben Dinge wie ihr verachten und euch deswegen als potentieller Partner offeriert werden. Unter den hassenswerten Dingen befinden sich Klassiker wie etwa der „Verlust nur einer einzigen Socke“ oder „schlechtes WLAN“ und Weihnachtsmusik, aber auch US-Präsident Donald Trump. Besonders beliebt hingegen: „Avocados“ und „Apple“. Das Unternehmen, nicht die Frucht.

Quelle: tag24.de