Jeder von uns kennt diesen Moment des blanken Horrors: Wir haben uns ein brandneues Smartphone gekauft oder es ist erst wenige Tage oder Wochen alt, als es uns aus den Fingern gleitet. Trotz teurem Case oder Silikonschutzhülle – wir heben es auf und „freuen“ uns über die brandneu installierte „Spider App“: Das Display ist hin, das komplizierte Innenleben des Handys nur noch Schrott. Eine revolutionäre Erfindung will dies für immer ändern.

„AD Case“ nennt sich das ganze System, erfunden hat es ein junger Deutscher: Der 25-jährige Mechatronik-Student Philip Frenzel. Der hatte vor einigen Jahren ein brandneues iPhone in der Jackentasche, warf sich die Jacke lässig über die Schulter – und beförderte damit sein Handy über ein Treppengeländer in die Tiefe. Ein zerstörtes Display und ein kaputtes Smartphone-Innenleben sowie wochenlanger Ärger waren die Folge.

Metallfedern und aktive Sensoren

Dagegen etwas zu unternehmen, das war Frenzels erklärtes Ziel – und zwar so, dass am Ende eine normale Handy-Hülle steht – und kein wuchtiger Sillikon-Sarg: „Das iPhone mit seinem ästhetischen Design in eine klobige Outdoorhülle zu packen, macht ja keinen Spaß“, so Frenzel. Vier Jahre forschte er am „AD Case“, begann mit airbag-artigen Ideen, die sich als nicht praktikabel erwiesen und landete schließlich bei der finalen Version.

Das AD in „AD Case“ steht für „Aktive Dämpfung“: Bei dieser sorgen Metallfedern in alle Richtungen für den notwendigen Schutz – unterstützt von aktiven Sensoren, die jederzeit spüren, wenn das Smartphone fällt und dann die Federn hervorschnappen lassen. Genial. Eingeklappt wird das Ganze hinterher per Hand. Das „AD Case“ stellt die Bachelor-Arbeit des 25-Jährigen dar, Preise hat er auch bereits abgeräumt.

Inzwischen hat er sich mit einem Kommilitonen aus den Wirtschaftswissenschaften zusammengetan – und ein Start-up gegründet. Im Juli 2018 startet die Kickstarter-Kampagne ihres jungen Unternehmens, damit das „AD Case“ offiziell auf dem Markt an den Start gehen kann. Wir hoffen sehr, dass es damit klappt – dann dürfte das ärgerliche Problem der „Spider App“ der Vergangenheit angehören.

Quelle: hs-aalen.de