Apple hat mit dem neuen iPhone 5s nicht nur das erste 64-bit-Smartphone vorgestellt, sondern auch eine technisch ausgefeilte Variante eines Fingerabdruck-Sensors implementiert. Unknackbar und technisch revolutionär – so wird das iPhone 5s mit der sogenannten Touch-ID angepriesen. Es wurde sogar bereits ein Kopfgeld für denjenigen ausgesetzt, der es schafft, den Sensor mit haushaltsüblichen Mitteln zu umgehen. Im Pott sind mehrere Tausend Dollar.

Der deutsche Chaos Computer Club, kurz CCC, hat es nun wohl geschafft – nach nur zwei Tagen. So habe man den Fingerabdruck von einer Glasplatte abfotografiert und somit einen künstlichen Finger erzeugt. Mit diesem Mittel konnte das iPhone 5s angeblich entsperrt werden. "Wir hoffen, dass dies die restlichen Illusionen ausräumt, die Menschen bezüglich biometrischer Sicherheitssysteme haben", erklärte der Club.

CCC-Sprecher Frank Rieger hält Fingerabdrücke als Sicherheitscheck für eine "dumme Idee", da man diese "täglich an schier unendlich vielen Orten hinterlässt."

Bereits vor einigen Tagen hatte Apple wegen Sicherheitslücken im neuen Betriebssystem iOS 7 zu kämpfen. Wenn nun auch die neueste Errungenschaft, der Fingersensor, ein Rückschlag ist, wäre zumindest ein Kaufargument für das iPhone 5s hinfällig.

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