In Kneipen und Bars könnte man richtig dick Kohle machen, wenn man neben einer Garderobe auch eine Art kostenpflichtigen Steckdosen-Service für Smartphones einrichten würde. Ein naheliegender Gedanke, denn der größte Nachteil der kleinen Kraftpakte ist nun einmal ihr immenser Hunger nach Strom und die damit einhergehende geringe Akkulaufzeit. Doch es ist Besserung in Sicht. Ein Start-up-Unternehmen verspricht, die Laufzeit von Akkus bis 2017 schon verdoppeln zu können.

„SoldiEnergy“, so der Name des Vereins, ist ursprünglich aus einem Forschungsprojekt des Massachusetts Institute of Technology (MIT) entstanden, welches sich schon seit Jahren mit verbesserter Akku-Technik beschäftigt. Und so wie es aussieht, hat der Einsatz neuer Materialien zum Erfolg geführt.

Bereits im Oktober 2015 konnte das Unternehmen einen Prototypen präsentieren, der lediglich halb so groß war wie der Original-Akku eines iPhone 6, das Gerät jedoch deutlich länger mit Strom versorgte. Zudem bewies man große Weitsicht, indem der Entwurf des neuen Akkus bewusst so gestaltet wurde, dass für die Herstellung auch Fertigungsanlangen für herkömmliche Akkus genutzt werden können. Man muss für die Produktion also nicht erst mühselig Fabriken aus dem Boden stampfen.

Und so zog das Unternehmen auch kürzlich in eine entsprechende Pilotanlage um, um dort im November mit der Produktion von Batterien für Drohnen zu beginnen, welche die doppelte Energiedichte herkömmlicher Lithium-Ionen-Akkus haben sollen. Ab 2017 geht es mit der Fertigung für Smartphones und Wearables los, 2018 sollen dann Akkus für Elektroautos folgen.

Quelle: curved.de