Diese ganze Debatte um exzessive Smartphone-Nutzung ist ja irgendwie schon spannend. Vor allem wenn man diejenigen, die kaum noch nach oben schauen, darauf anspricht. Entweder erhält man dann eine Whatsapp-Mitteilung im Stile von „So ein Quatsch“, oder es macht laut Knack, wenn das Genick wieder einrastet und man erntet einen verwunderten Blick.

Einer britischen Studie der Lancaster Universität zufolge, ist es nämlich tatsächlich so, dass Smartphone-Junkies die Häufigkeit ihrer Gerätenutzung unterschätzen. Das zeigte sich, nachdem man zunächst einen Schwung 18- bis 33-jähriger Studenten nach ihrem täglichen Handybedarf fragte, und diesen dann zwei Wochen lang via App überprüfte.

Und siehe da: Die Teilnehmer griffen doppelt so oft zum Smartphone, wie sie selber eingeschätzt hatten. Ganze 85 Mal pro Tag blickten sie auf den Bildschirm. 23 der Probanden verbrachten täglich insgesamt sogar ganze fünf Stunden mit ihrem kleinen High-Tech-Begleiter. Interessant auch: In über 55 Prozent der Fälle warfen die User lediglich einen flüchtigen Blick auf ihr Gerät, der nicht länger als 30 Sekunden dauerte.