Ständig wird über Leute gemeckert, die andauernd zu ihrem Handy greifen. Dabei übersehen die Ankläger jedoch offenbar, dass exzessives Smartphone-Gedaddele bloß ein Symptom für ein sehr viel größeres Übel ist: nämlich Langeweile! Eine üble Krankheit, die uns insbesondere immer dann befällt, wenn wir gezwungen sind zu warten. Deshalb ist so ein Wartezimmer beim Arzt auch besser mit Zeitschriften bestückt als mancher Kiosk. Heutzutage wäre ein WLAN-Spot allerdings wohl sinnvoller, da Handys das verstohlene Blättern in der Blitz-Illu abgelöst haben. Doch wer ist anfälliger für Langeweile? Männer oder Frauen?

Immer wenn wir eine solche Frage in den Raum werfen, haben wir natürlich die passende Antwort in Form einer Studie parat. Diese stammt diesmal von den Kaspersky Labs, die untersucht haben, wie lange es wohl dauert, bis wir in einer Wartesituation zum Smartphone greifen. Dabei wurden 56 Frauen und 39 Männer in Würzburg und Nottingham dabei beobachtet, wie sie auf das vermeintlich eigentliche Experiment warteten.

77 Prozent der Probanden zückten das Handy. Auffällig war dabei, dass Männer keine halbe Minute aushielten. Im Schnitt zogen sie schon nach 21 Sekunden das Gerät aus der Tasche. Frauen dagegen erst nach 57 Sekunden. Was die Gesamtnutzung betrifft, war zwischen den Geschlechtern indes kein großer Unterschied festzustellen. Alle schauten ungefähr fünf von zehn Minuten auf den Bildschirm.