Gericht verurteilt Vodafone: Kunden können zu hohe Gebühren zurückfordern – Falls ihr in letzter Zeit Rücklastschrift- und Mahnpauschalen an den Provider Vodafone zahlen musstet, dann aufgemerkt: Ein Gericht erklärte diese nun für unwirksam. Für betroffene Kunden bedeutet dies, dass sie die Beträge zurückfordern können.

Es ist nicht das erste Mal, dass Vodafone wegen überhöhter Gebühren verklagt und schuldig gesprochen wird.

In diesem Fall war dem Deutschen Verbraucherschutzverein aufgefallen, dass deren Kunden schon seit längerem eine mit 4,50 Euro zu hoch angesetzte Rücklastschriftpauschale sowie eine Pauschale von 2,80 Euro im Falle einer Mahnung zu zahlen hätten.

Und zwar nicht nur für die eigenen Produkte, sondern auch im Zuge von Discounter-Angeboten wie SIMon, fyve und Co.

Eben jene Pauschalen wurden vonseiten des Düsseldorfer Landgerichtes nun aber untersagt.

Zwar kann Vodafone noch in Berufung gehen, Betroffene sind aber dennoch angehalten, jetzt schon entsprechende Rückforderungsansprüche geltend zu machen. Dem Verbraucherschutz zufolge ist dies insofern wichtig, als dass es ansonsten zu einer Verjährung der Ansprüche kommen kann.

Üblicherweise beträgt die Frist drei Jahre bis zum Ende des Kalenderjahres. Soll heißen: Ihr könntet bis Ende 2021 noch rückwirkend Ansprüche aus dem Jahr 2018 geltend machen.

Um die für ungültig erklärten Pauschalen von Vodafone zurückzufordern, hat der Deutsche Verbraucherschutzverein ein vorgefertigtes Musterschreiben zur Verfügung gestellt, das ihr euch unter diesem Link herunterladen könnt.

Dabei erhaltet ihr zunächst ein paar Infos über das Gerichtsurteil und könnt dann auf der zweiten Seite eure individuellen Angaben machen. Ihr müsst das ausgefüllte Dokument dann nur noch unter der angegebenen Adresse an Vodafone schicken, wobei der Verband mit Blick auf den günstigen Absendenachweis empfiehlt, das Schreiben zu faxen.

Der Postweg ist aber selbstverständlich auch möglich.

Quelle: focus.de