Nachdem die Apple Watch unlängst mit einem Herzsensor ausgestattet wurde, der bei Rhythmusstörungen und dem gefährlichen Vorhofflimmern warnen kann, erwägt der Konzern weitere Schritte zum Schutz seiner Nutzer. Ein Sensor für iPhone und Apple Watch könnte als Gasdetektor und Schnüffelnase für schädliche/tödliche Toxine in der Luft fungieren. Das Unternehmen aus Cupertino soll bereits daran arbeiten.

Dies wurde aus einer Veröffentlichung des US-Patent- und Markenamts ersichtlich, der zufolge Geruchssensoren in Planung sind, die Gase und Luftgemische in der Umgebung des Nutzers analysieren. Mithilfe der künstlichen Intelligenz Apples könnte Siri euch so zukünftig vor für die menschliche Nase nicht zu riechenden Bedrohungen warnen. Etwa vor Kohlenstoffmonoxid, das Menschen ersticken kann und sich etwa bei Verbrennungsprozessen entwickelt.

„Siri, miss meinen Blutzuckerspiegel“

Auch eine Warnung vor einem Gasleck in der Wohnung oder einem Kohlenmonoxid-Stau im Kaminabzug wäre so möglich. Doch damit nicht genug, auch menschliche Körpergerüche oder Schweiß könnten durch die Technologie analysiert werden und Rückschlüsse über den Gesundheitszustand des Trägers, etwa seinen Blutzuckerspiegel erlauben. Ein Segen für Diabetiker und sicher ein starker Kritikpunkt für Datenschützer.

Momentan dürfte es die Hauptaufgabe der Apple-Ingenieure sein, daran zu arbeiten, dass diese Sensoren zwar Luft einlassen, um zu funktionieren – aber nicht durch den Staub und Fusseln sowie Feuchtigkeit in eurer Hosentasche oder Umgebung verkleben. Man darf gespannt sein, was das Unternehmen in Zukunft aus dem Konzept macht und inwieweit die Vorstellungen letzlich realistisch sind.

Quelle: gq-magazin.de