Das neue Betriebssystem iOS 7 von Apple führte bei seiner Veröffentlichung zu heftigen Debatten bei Nutzern und Experten. Die umfangreichen Veränderungen an der Benutzeroberfläche stoßen Vielen negativ auf, sodass sich der Software-Hersteller mit scharfer Kritik konfrontiert sieht. Auch die Beratungsfirma „Nielsen Norman Group“ fällt nun ein vernichtendes Urteil hinsichtlich der Nutzererfahrung.

Hauptkritikpunkt des Teams sind die vielen Elemente im Flat-Design, bei denen Apple etwa auf dreidimensionale Darstellungen verzichtet hat. Dieses Urteil ist nur wenig überraschend, denn bereits in einer vorherigen Untersuchung bei Tablets hat sich „Nielsen Norman Group“ gegen den Trend des Flat-Designs ausgesprochen, der mit Microsofts Windows 8 im vergangenen Jahr begann.

In der Kritik ist diese Art des Designs, da Buttons nicht genug als solche zu erkennen und Design-Richtlinien leicht misszuverstehen seien. Deshalb würden Entwickler Fehler begehen, durch die die Nutzererfahrung zusätzlich leiden würde. Man mache es Nutzern nur unnötig schwer, wenn keine visuellen Hinweise auf klickbare Elemente durch etwa Umrandungen gegeben werden.

Das Fazit: iOS 7 brächte zwar einige Verbesserungen, aber zusammenfassend sei es dennoch ein schwerer Schlag für die Nutzererfahrung. Veränderungen seien im Grunde immer schlecht. Schließlich hätten sich die Nutzer in tausenden Stunden an die Steuerung gewöhnt, was Apple mit dem Software-Update zerstört habe.

Quelle: t3n