Wer zum Apple konvertiert, der unterwirft sich einem strengen Gott. Zwar kann man sich unter dessen Knute sicher fühlen, doch der Gebote gibt es viele. Während es in der Kirche des Android in Sachen Musikdateien beispielsweise zugeht wie im Sündenpfuhl, müssen Steve-Jobs-Jünger auf der Suche nach akustischer Erquickung zunächst durchs finstre iTunes-Tal wandern. Nein, der iGod blickt wahrlich nicht mit einem Lächeln auf sein Volk herab und hat damit nun den Zorn einer Bestie heraufbeschworen, die sehr viel älter ist, als er selbst: Die Verbraucherzentrale! Döm döm döm döööööööööm!

Diese sah sich sogar gezwungen, den Konzern wegen kundenfeindlicher Bedingungen im Online-Store abzumahnen. Konkret sei Online-Kunden mitgeteilt worden, dass ein Produkt nur mit Originalverpackung und Originalrechnung zurückzugeben werden könne. Das bedeutet, dass man sich zwecks Rückgabe zunächst in eine der Außenstellen begeben muss, um das erworbene Produkt prüfen zu lassen. Die Rückgabe eines iPhones sollte gar ausgeschlossen sein, wenn der Verbraucher aktivierte Sicherheitsfeatures wie den Diebstahlschutz nicht mehr deaktivieren kann.

Derlei Bedingungen sind laut der Verbraucherzentrale allerdings unzulässig, da diese das gesetzliche Widerrufsrecht bei einem Onlinekauf einschränken. Jenes beinhaltet nämlich die Möglichkeit einer Prüfung des Gekauften seitens des Kunden und auch die fristgerechte Lösung des Vertrages bei Nichtgefallen. Dieses Widerrufsrecht darf an keine weiteren als die gesetzlichen Bedingungen geknüpft oder eingeschränkt werden. Nun konnten Apples Bedingungen allerdings so verstanden werden, dass ein Recht auf Widerruf ausgeschlossen sei.

Die Mahnung der Verbraucherzentrale hat jedoch Wirkung gezeigt. Laut einer Erklärung habe Apple eine Unterlassungserklärung abgegeben und seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen entsprechend geändert. In Zukunft wird im Onlineangebot nun deutlicher auf das gesetzliche Widerrufsrecht hingewiesen und auch das Impressum wurde entsprechend überarbeitet.

Da muss erst einer kommen und mit Blitzen um sich werfen …

Quelle: focus.de