Updates sind heutzutage so normal, wie der morgendliche Gang ins Bad oder eine Bahn, die zu spät kommt. Schon komisch, wie wenig uns diese gängige Praxis des digitalen Zeitalters zu stören scheint, wenn man bedenkt, dass so eine Nachbesserung ja im Prinzip auf einen Fehler des Produktes hinweist, welches erst im Nachhinein ausgebessert wird, da es schnell auf den Markt musste. Mit Blick auf Branchengigant Google muss man aber mittlerweile wohl schon froh sein, wenn überhaupt nachgebessert wird.

Denn dort gab man jüngst bekannt, eine gravierende Sicherheitslücke in älteren Smartphone-Versionen für Android nicht schließen zu wollen. Nach Meinung des Unternehmens sinke schließlich Tag für Tag die Zahl der Betroffenen, je mehr Leute ein Upgrade vornehmen, oder sich ein neues Gerät zulegen.

Nun ja, Schätzungen zufolgen zählen satte 60 Prozent aller Android-User zu diesen Betroffenen, also alle, die noch Android 4.3 oder älter nutzen. Das Problem steckt im Standardbrowser und erlaubt es Angreifern, auf Webseiten gespeicherte Daten auszulesen. Dies wirkt sich auch auf einige App aus, welche die fehlerhafte Webview-Komponente nutzen, weshalb man sich nicht in Sicherheit wähnen sollte, wenn man auf sichere Browser wie Firefox oder Chrome umsteigt. Ob ihr den betroffenen Browser nutzt, erkennt ihr übrigens an dem blauen Weltkugel-Symbol.

Warum ein Konzern, der es sich leisten kann, das Weltall zu erforschen, dieses Manko nicht einfach behebt, ist Experten weltweit ein absolutes Rätsel. Immerhin sind mehrere Millionen Geräte davon betroffen. Wasser auf die Mühlen all derer, die schon seit Jahren die mangelnde Datensicherheit und die wachsende Allmacht der Konzerne unserer schönen neuen Welt bemängeln.

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