Google präsentierte auf einer Entwicklerkonferenz seine brandneue Betriebssystem-Version „Android Q“. Die kommt mit jeder Menge praktischer und von Fans lange ersehnter Features daher: darunter das Abschalten nervtötender Apps, die automatische Generierung von Untertiteln sowie ein akkuschonendes dunkles Design.

Die Auto-Untertitel-Funktion von Android nennt Google „Automatische Transkription“. Damit können gesprochene Worte aller Art, etwa in Sprachaufnahmen, Sprachnachrichten oder Videos synchron untertitelt und in visueller Form zu diesen Inhalten parallel wiedergegeben werden – ein großer Schritt in Richtung Barrierefreiheit, etwa für gehörlose Menschen, aber auch für Leute ohne Kopfhörer, die niemanden im Bus mit einem Video belästigen wollen.

Die gesamte Funktion arbeitet lokal und funktioniert auch offline. 

Weniger ist mehr

Bereits letztes Jahr lieferte Google seinen Android-Nutzern mit „Digital Wellbeing“ eine Möglichkeit, ihren Smartphone-Konsum zu begrenzen und die in Apps verbrachte Zeit darzustellen oder sogar eine maximale Nutzungsdauer einzurichten, die einen aussperrt – all das, damit Leute das Smartphone mal liegen lassen. Diese Option hat Google nun erweitert.

Im „Fokusmodus“ kann der Nutzer einstellen, welche Apps für ihn die größte Ablenkung darstellen, und so gewisse Chats, WhatsApp oder YouTube vorübergehend deaktivieren. Dieser Modus kommt auch für Android Pie 9. Auch in Sachen Intelligenten Antworten, also Antwortvorschläge in Chats, die maschinell erstellt wurden, hat sich etwas geändert: Fortan kann Android Q diese verankern, sodass sie app-übergreifend vorhanden sind.

Zugleich lässt das maschinelle Lernen euch durch Erkennung direkt auf Chat-Elemente zu reagieren – schickt euch jemand eine Adresse, könnt ihr diese mit einem Fingertippen sofort bei Google Maps suchen. Wohl wissend, dass bei solchen Schilderungen bei Datenschützern die Alarmglocken klingeln könnten, betonte man bei Google, die Privatsphäre von Android Q verbessern zu wollen und übersichtlichere Datenschutz-Einstellungen zu bieten.

Licht aus, Akku voll

Eines der am meisten gewünschten Features dürfte wohl das Dark Design sein, das nicht nur die Augen, sondern auch den Akku schonen wird – der dunkle Bildschirmhintergrund schluckt weniger Saft, insbesondere auf Smartphones mit OLED-Screen. Das dunkle Design kann unabhängig von der Tageszeit genutzt werden und wird auch in euren Apps vorhanden sein, zumindest, wenn deren Entwickler es integrieren.

Zukunftssicher soll Android Q sein, wird nicht nur bereits 5G-Mobilfunk unterstützen, sondern auch Falt-Smartphones. Wer will, kann sich schon jetzt eine Version downloaden, diese ist aber nicht laufstabil – solltet ihr von Q zu einer offiziellen Android-Version zurückkehren wollen, werden alle eure Daten gelöscht. Das Betriebssystem soll momentan auf Pixel-Smartphones sowie auf ausgewählten Geräten funktionieren.

Quelle: bild.de