Es ist noch gar nicht so lange her, da hätte wohl jeder Kerl mit einem männlich rauen Kichern „Axe“ gesagt, hätte man ihn nach einer lustigen Werbung gefragt. In der ersten Dekade der 2000er tat sich die dortige Marketingabteilung mit einem speziell aus Männersicht urkomischen Konzept hervor, welches die magnetische Wirkung des Deos auf Frauen unter dem Motto „The Axe Effect“ maßlos überzeichnet darstellte.

Der wohl ikonischste Spot aus der Reihe zeigte einen Herr-der-Ringe-artigen Ansturm von unzähligen heißen Frauen in Bikinis auf einen absoluten Durchschnittstypen, der sich an einem Strand heroisch mit Axe einsprüht. Und da bekanntlich alles, was erfolgreich ist, parodiert wird, hat es nicht allzu lange gedauert, bis sich auch andere Werbetreibenden der Idee mit einem Augenzwinkern annahmen.

Ein sehr konkretes Beispiel, ist der folgende Spot des britischen Optikers Specsavers, der sich schamlos an der Vorlage bedient, nur eben das Ende … etwas relativiert. Nichtsdestotrotz ist die Nummer natürlich nach wie vor sexistisch und polarisiert entsprechend das Publikum. Die einen finden es witzig und erfreuen sich an den Bildern, während Kritiker auf der anderen Seite die schonungslose Zurschaustellung des weiblichen Körpers als triebgesteuerte Sexmaschine anprangern.

Falls ihr euch nun fragt, wer diese Debatte am Ende für sich entscheiden sollte … ein Blick auf das aktuelle Werbekonzept von Axe, verrät, wer am lautesten geschrien hat.