Nach seiner ebenso lebensgefährlichen wie unbegreiflichen Aktion beim Moto-2-Grand-Prix in San Marino reißen dieser Tage die Neuigkeiten und Hiobsbotschaften um den Rennfahrer Romano Fenati nicht ab. Tatsächlich kommt der Bremsengriff des Fahrers (MANN.TV berichtete), wegen dem er momentan viel negative Aufmerksamkeit erfährt, gar nicht so überraschend: Ältere Aufnahmen von 2015 zeigten bereits, wo die Reise hingehen könnte.

Für nicht Eingeweihte die Vorgänge dieser Tage noch einmal in Kürze: Beim erwähnten Motorradrennen wetteiferte Fenati mit seinem Kontrahenten, dem Fahrer Stefano Manzi um den zwölften Platz – und griff unvermittelt und nach Aussagen von Manzi mit enormem Druck in dessen Bremse – bei 217 Stundenkilometern. Manzi schaffte es wie durch ein Wunder, die Kontrolle über sein Bike dennoch zu behalten.

Tritte und Pöbeleien

Die Folgen für Fenati waren gravierend, seine Teams schlossen ihn aus, er wurde für mehrere Rennen gesperrt und eine italienische Verbraucherschutzbehörde zeigte ihn sogar wegen versuchten Mordes an (Mann TV berichtete). Wie das Video weiter unten zeigt, war Fenati scheinbar noch nie ein Kind von Traurigkeit, wenn es darum ging, sich Rivalen mit vollem Körpereinsatz vom Leib zu halten.

Das stammt von einem Probetraining für ein Moto-3-Rennen in Argentinien aus dem Jahr 2015, bei dem Romano Fenati seinem Konkurrenten Niklas Ajo Tritte versetzt und dann auch noch kaltschnäuzig den Killschalter an der Maschine seines Gegners betätigt. In diesem Video ist wiederum zu sehen, wie Fenati sich bereits an der Startlinie mit einem anderen Fahrer in die Wolle bekommt. Es stammt vom Moto-3-Rennen in Österreich.