Diese typischen Autorennen sind bei näherer Betrachtung ja schon etwas langweilig, oder?! Im Prinzip fahren da irgendwelche Leute bloß stundenlang im Kreis und das höchste der Gefühle stellt ein gelungenes Überholmanöver dar. Zugegeben, das ist jetzt etwas ketzerisch formuliert. Immerhin übergehen wir mit einer solchen Aussage das technische Können der Konstrukteure, die Leistungen der Sportler und das taktische Geschick der Teams. Aber salopp formuliert: In Wahrheit hofft doch jeder Zuschauer auf ein bisschen Action.

Während bei der Formel 1 beispielsweise aus ersichtlichen Gründen tunlichst darauf geachtet wird, dass die sündhaft teuren Gefährte nicht zu Schaden kommen, indem man Kollisionen möglichst vermeidet, geht es diesbezüglich bei einem Wohnwagenrennen etwas lockerer zu. Zwar liefern die dafür oft notdürftig zusammengeflickten Rennwagen keine Geschwindigkeitsrekorde, aber dafür befriedigen sie den tief im Menschen verwurzelten Trieb nach Zerstörung.

Wobei man natürlich festhalten muss, dass es durchaus einen nicht zu verachtenden Anspruch an den Fahrer stellt, mit einem schwankenden Wohnwagen hinter dem Auto bei hoher Geschwindigkeit eine sandige Rennstrecke zu absolvieren, und dann auch noch bei Regen, wie es im folgenden Video der Fall ist. Es geht also nicht ausschließlich um den anarchischen Voyeurismus, mit dem eine solche Veranstaltung naturgemäß das Publikum lockt.