Wir haben in unserer Eigenschaft als Internet-Durchforster schon so manches seltsame Video aus den Weiten des Netzes gefischt, das sich mit einem einzigartigen Konzept befasst: die Vermischung von Alkohol und sportlichem Wettstreit. So gab es zum Beispiel eine Schwimmwettmeisterschaft im Suff, die sich als Sketch herausstellte. Oder den absoluten Klassiker: Saufen und Angeln – bei dem Teilnehmer auch baden gingen. Das Ding war echt. So wie dieses. Wir präsentieren: Saufen und Laufen.

„Beer Mile“ nennt der englischsprachige Mensch diesen bizarren Wettbewerb über eine Meile, der seine ganz eigenen Regeln hat. Die erste interkontinentale „Beer Mile World Classic“ fand unlängst in England statt. Teilnehmer aus der ganzen Welt reisten an, um mitzulaufen und ihre Leber zu stählen. Corey Gallagher, der Organisator, erklärt die Regeln:

Die Grundregel lautet: Man braucht vier Biere, jedes mit einem minimalen Alkoholgehalt von fünf Prozent und einer Menge von 355 Millilitern. Am Anfang jeder Laufrunde musst du dir eines davon reinziehen – wenn du fertig bist, wirfst du es zur Seite oder drehst Dose oder Flasche über deinem Kopf, um anzuzeigen, dass es auch wirklich leer ist. Wenn du deinen Mageninhalt nicht drinbehalten kannst, gibt es eine Strafrunde. Nur eine, egal, wie oft du kotzen musst und es gibt auch kein Extrabier zur Strafe.

Vier Bier und vier Runden, das klingt nicht besonders hart. Im Zusammenspiel allerdings ist das Ganze echt übel, wie jeder weiß, der nach dem Sport schon mal getrunken hat. Der Rest funktioniert, wie man es von der Leichtathletik kennt – die Zeit wird genommen, wer am schnellsten war, gewinnt. Corey Bellemore aus Kanada konnte übrigens im „Elite-Rennen der Herren“ (Was für ein Name!) den Sieg ergattern. Seine schnellste Dose kippte er in unter acht Sekunden, seine Meile schloss er in 4,34 Minuten ab. Respekt und Prost! Hoffen wir, dass dieser höchst männliche Sport auch bei uns Furore macht. Von wegen, Bewegungsmangel!