Doping ist im Radsport nicht gern gesehen, selbst dann wenn – laut Ex-Radsportler Jan Ullrich – ohnehin alle betrügen und es ja somit eigentlich kein Betrug mehr ist. Dem möchte der 25-jährige Radprofi Marcel Kittel nun entgegenwirken.

Völlig freiwillig unterzog sich der viermalige Tour-de-France-Etappensieger einem Lügendetektor-Test. Damit möchte Kittel seine Anti-Doping-Offensive weiter stärken. Im Laufe des Jahres hatte er bereits ein Anti-Doping-Gelübde abgelegt und forderte unter anderem ein Anti-Doping-Gesetz sowie lebenslange Sperren für Radsportbetrüger.

Kittel hat den Test ohne Auffälligkeiten bestanden. Dieser wurde im Übrigen durch den forensischen Psychologen Holger Leutz durchgeführt, der dieses Verfahren normalerweise bei der Kriminalitätsbekämpfung einsetzt. Kittel kann dies nur recht sein, verurteilt er das Doping doch aufs Schärfste. Mehrere Fragen zum Dopinggebrauch wurden Kittel gestellt, die er alle verneinte. Der Lügendetektor schlug nicht aus. „Das bedeutet, dass er die Wahrheit gesagt hat“, erklärt Leutz.

Über dieses Ergebnis ist Kittel natürlich hocherfreut und kommentiert: „Ich habe nichts zu verbergen, daher habe ich den Test mitgemacht. Ich stehe für sauberen Sport und das Testergebnis hat es bestätigt.“ Wie sauber der Sport in den nächsten Monaten und Jahren bleibt, ist jedoch noch abzuwarten.

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Quelle: Handelsblatt