Bei Autorennen liegen Unfälle in der Natur der Sache, doch was sich hier in diesem Video ereignet, sprengt jede Grenze. Oder wann habt ihr zuletzt ein Rennen gesehen, bei dem es zu einer solchen Blechlawine an einer Fahrbahnverengung kam, dass es von einem kompletten Teilnehmerfeld lediglich vier Wagen über die Ziellinie schafften? Ihr könnt euch diesen Orkan aus Blech und zerbrochenen Rennfahrer-Träumen im Video zu Gemüte führen.

Beim FIA GT World Cup ereignete sich diese Apokalypse aus zerfetztem Metall und geplatzten Reifen beim Qualifying. In einer besonders üblen Schikane des Stadtkurses in Macau führt die einzigartige Streckenführung, um es mal vorsichtig auszudrücken, zu einem Flaschenhals, der eine solche Situation praktisch erzwingt. Der amtierende Champion Laurens Vanthoor prallte dabei auf Daniel Juncadellas Mercedes, nachdem dieser nur eine Zehntelsekunde vorher von einer Barriere rabiat auf Null gestoppt wurde.

Ebenso glücklicher- wie unfassbarerweise kann bei diesen Bildern einer Massenkarambolage, die ihresgleichen suchen dürfte, diesmal niemand zu Schaden. Insbesondere, wenn man sich vor Augen hält, dass diese Schikane dermaßen berüchtigt ist. Sie ist als „Fishermen’s Bend“ bekannt und forderte in jüngerer Vergangenheit bereits mehrere Leben: Etwa 2012, als der Portugiese Luis Carreira in dieser Kurve tödlich crashte und ihm Phillip Yau nur einen Tag später folgte. Sowie am 18.11.2017, als der Motorrad-Rennfahrer Daniel Hegarty beim Macau Grand Prix nach einem Unfall an eben dieser Stelle seinen Verletzungen erlag.

Er war mit eben diesen Barrieren kollidiert und hatte dabei seinen Helm verloren. Vielleicht sollten die Herren in Macau mal über einen Umbau nachdenken? Nur so ein Vorschlag…

Quelle: drivetribe.com