Nach seinem lebensgefährlichen Eingriff während eines Moto-2-Rennens bei 217 Stundenkilometern hat der Fahrer Romano Fenati nicht nur massive Probleme mit der Organisation des Rennsports und unzähligen Fans, die eine eindeutige Meinung zu seinem Handeln haben (Mann TV berichtete). Auch seine Teams haben Fenati den Rücken gekehrt. Nun kommt mehr Ärger auf ihn zu: Es wurde Anzeige wegen versuchten Mordes erstattet.

Eine Verbraucherrechtsgruppe hat die italienische Staatsanwaltschaft in Rimini ganz offiziell eingeschaltet, sich mit Fenatis Übergriff beim MotoGP-Grand Prix von San Marino zu befassen. Dies gab die italienische Non-Profit-Organisation namens Codacons bekannt. Fenatis Griff nach der Bremse seines Konkurrenten Stefano Manzi hätte diesen „mit über 200 km/h gefährlich ins Schleudern gebracht“ heißt es in der Anzeige.

Hier der weitere Wortlaut des Dokuments, vom Verfasser dieses Artikels aus der US-englischen Übersetzung aus dem Italienischen ins Deutsche übertragen:

„Ein solcher Eingriff ist eine sehr ernste Handlung, die zweifelsohne das Feld des reinen Sports verlässt und strafrechtlich relevant ist: Die Bremse eines Rivalen zu drücken, wenn das Motorrad mit dermaßen hoher Geschwindigkeit unterwegs ist, kann gleichbedeutend sein mit einer bewussten Gefährdung des Lebens anderer, von dem schlechten Beispiel für Millionen von jungen Menschen, die Motorradrennen verfolgen, einmal ganz abgesehen.“

Weiter heißt es: „Aus diesem Grund hat Codacons heute eine Erklärung an die Staatsanwaltschaft von Rimini gerichtet, in der wir die Justiz auffordern, zu prüfen, ob diese Geste von Fenati alle relevanten Straftaten, einschließlich derjenigen des versuchten Mordes, abdecken kann, und im Falle einer Strafverfolgung in einer Weise gegen ihn vorzugehen, die als angemessen erachtet wird.“

Fenati hatte sich kurz nach seinem lebensgefährlichen Eingriff in einer auf Italienisch veröffentlichten Erklärung entschuldigt, in der er mitteilte, dass er sich „wünschte, es wäre nur ein schlechter Traum gewesen“ und sein eigenes Handeln darin als „schändlich“ bezeichnete. Man darf kaum davon ausgehen, dass diese Worte ihn vor den Konsequenzen seiner Tat schützen werden.

Quelle: jalopnik.com