Nur wenige Verluste in der Welt des Motorsports waren wohl so tragisch, so bewegend und ebenso rätselhaft wie auch einschneidend für die ganze Formel 1 wie der Tod von Formel-1-Legende Ayrton Senna. Einfach alles an diesem Kerl war faszinierend – von seinem fahrerischen Können mal abgesehen war die Rivalität des Brasilianers zu dem Franzosen Alain Prost ein bestimmendes Thema dieser Persönlichkeit, das sich durch vier Weltmeisterschaften zog.

Bis zu seinem Tod beim Großen Preis von San Marino in Imola am 1. Mai 1994, der ohnehin von Unglücken und Missgeschicken überschattet wurde (Roland Ratzenberger starb beim Qualifying und Rubens Barrichello brach sich Nase und Arm), war das Können dieses Mannes am Lenkrad unerreicht und der Stoff von Legenden. Er hätte es sicher noch viel weiter gebracht, Senna, dieser Überfahrer, der nicht umsonst von seinem früheren Lotus-Teamchef Peter Warr den Spitznamen „The Magic“ (Der Magische) spendiert bekam. 
     
Mehrfach und in unabhängigen Entscheidungen wählten Gremien aus Teamchefs, Journalisten, Ingenieuren und anderen F1-Piloten Ayrton Senna klassen- und regelwerkübergreifend zum „Schnellsten Formel-1-Fahrer“ der Geschichte. Warum das so war und welches unfassbare Können dieser Ausnahme-Pilot bewies, könnt ihr euch selbst anschauen: in diesem legendären Video der Onboard-Kamera von Sennas McLaren beim Großen Preis von Monaco von 1990. Schaut einem Mann dabei zu, wie er in Zehntelsekunden Entscheidungen trifft und damit fertig ist, bevor unser Auge und Hirn auch nur die gezeigten Bilder verarbeitet haben …