Auch in den USA ragt der Vettel-Finger nach oben: In Austin feierte der vierfache Weltmeister vor Romain Grosjean (Lotus) sowie seinem Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber den nunmehr achten Saisonerfolg. Damit überflügelte der Heppenheimer sogar den Saisonrekord von Michael Schumacher.

In einem statischen Rennen dominierte Sebastian Vettel von der ersten Sekunde an das Feld. Gleich in der ersten Runde löste eine Kollision zwischen Pastor Maldonado (Williams) und Adrian Sutil (Force India) eine Safety-Car-Phase aus, als der Deutsche in die Leitplanke abflog. Maldonado kam hingegen mit einem Frontflügelschaden davon. Deutlich besser verlief es erneut für Nico Hülkenberg (Sauber), der sich bis in die letzte Runde mit Fernando Alonso (Ferrari) duellierte und letztlich den sechsten Platz hinter dem Spanier einfuhr. Namensvetter Nico Rosberg kämpfte sich nach einer verkorksten Qualifikation (Startposition Zwölf) dagegen immerhin noch auf den neunten Rang nach vorne. Zusammen mit dem vierten Platz seines Teamkollegen Lewis Hamilton sammelten sie wichtige Punkte für Mercedes in der Konstrukteurs-Wertung.

Bereits vor einer Woche gab Kimi Räikkönen bekannt, seine für die Winterpause geplante Rücken-OP vorzuziehen und die Saison vorzeitig zu beenden. Wohl auch die Tatsache, dass Lotus dem Finnen noch immer nicht sein Gehalt zahlte, scheint bei der Entscheidung eine tragende Rolle gespielt zu haben. Ersetzt wurde er von Landsmann Heikki Kovalainen, der ein starkes Wochenende fuhr – im Rennen aber durch einen Frontflügelschaden auf Platz 15 zurückgeworfen wurde. Auch zum Saisonfinale in einer Woche in Brasilien wird Kovalainen das Cockpit von Räikkönen übernehmen.

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