Deutschland darf wieder jubeln: Sebastian Vettel (Red Bull) triumphierte zum ersten Mal beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring. Es war der erste Sieg eines Deutschen in der Heimat seit Michael Schumacher im Jahr 2006. Vettel rettete den Sieg knapp vor den beiden Lotus-Fahrern Kimi Räikkönen und Romain Grosjean über die Ziellinie. Fernando Alonso (Ferrari) wurde Vierter.

Ein Katastrophenrennen erlebte hingegen Mercedes. Lewis Hamilton verlor bereits am Start seine Pole-Position an Sebastian Vettel. Sowohl der Brite wie auch sein Team-Kollege Nico Rosberg hatten das gesamte Rennen über mit ihrem alt bekannten Problem der zu schnell abbauenden Reifen zu kämpfen. Am Ende reichte es für Hamilton lediglich für den fünften, für Rosberg sogar nur den neunten Rang. Nico Hülkenberg (Sauber) sowie Adrian Sutil (Force India) kamen auf dem zehnten respektive 13. Platz ins Ziel.

Eine Schrecksekunde ereignete sich gleich zu Beginn des Rennens, als das rechte Hinterrad von Mark Webbers Red Bull beim Boxenstopp nicht richtig befestigt wurde. Beim Losfahren löste sich das Rad, flog durch die Luft und traf dabei einen Kameramann am Rücken. Dem Mann soll es nach ersten Informationen glücklicherweise den Umständen entsprechend gut gehen. Webber verlor aufgrund des Zwischenfalls zwar eine Runde, profitierte aber durch die Kurios durch Jules Bianchi (Marussia) ausgelöste Safety-Car-Phase, als dieser seinen Boliden aufgrund eines Motorschadens abstellte, dieser aber wie von Geisterhand plötzlich den Hang quer über die Strecke hinunterrutschte. Am Ende wurde der Australier noch Siebter.

In der WM führt Vettel nun mit 157 Punkten vor Alonso (123 Punkte) und Räikkönen (116 Punkte). Die Formel 1 begibt sich nun in die Sommerpause. Weiter geht es am 28. Juli in Budapest, Ungarn.