Die Vettel-Festspiele gehen weiter: Von Position Zwei aus gestartet, übernahm der frischgebackene Vierfach-Weltmeister direkt in der ersten Kurve seinen erneut schlecht von der Pole-Position gestarteten Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber. Von diesem Zeitpunkt an machte Vettel das, was er am besten kann: Er dominierte das Rennen und gewann zum siebten Mal in Folge vor Webber und Nico Rosberg (Mercedes). Solch eine Siegesserie schafften in der bisherigen Formel-1-Geschichte nur zwei weitere Piloten: Alberto Ascari sowie Michael Schumacher. Entsprechend feierte Vettel erneut mit Donuts vor den Augen der Zuschauer.

Das im Mittelfeld relativ wilde Rennen hatte mit Kimi Räikkönen lediglich einen Ausfall zu beklagen, der, nachdem seine Zeit in der Qualifikation gestrichen wurde, von der letzten Position aus ins Rennen ging und in einen der beiden Caterham krachte. Der aktuell angespannten Situation bei Lotus dürfte der Ausfall nicht geholfen haben. Aufgrund noch ausstehender Bezahlungen drohte der kühle Finne vor dem Wochenende nicht am Rennen teilzunehmen und hält die Streikdrohung für die verbleibenden beiden Rennen in den USA sowie Brasilien aufrecht, sollte dieser Zustand anhalten.

Stunk bei Lotus, Pech bei Sauber: Die erneut sehr starke Fahrt von Nico Hülkenberg blieb nach einer Durchfahrtsstrafe aufgrund eines „unsafe release“ auf Rang 14 unverdient. Besser verlief es hingegen für Adrian Sutil, der nach einer sehr schlechten Qualifikation (Platz 18) als Neunter ins Ziel kam. Für Aufregung sorgte am Ende noch Fernando Alonso (Ferrari), der aus der Boxengasse kommend fast mit Jean-Éric Vergne (Toro Rosso) kollidierte und diesen neben der Strecke überholte. Die Aktion könnte noch ein Nachspiel haben, wodurch Alonso seinen fünften Platz verlieren würde.

Foto: David Acosta Allely / Shutterstock.com