Rennsport gilt als eine der gefährlichsten Sportarten überhaupt. Gerade in der Formel 1 gibt es immer mal wieder schwere und sogar tödliche Unfälle. Nach dem Rennen in Silverstone sind alle Augen auf den italienischen Reifenlieferanten Pirelli gerichtet.

Gleich vier Totalschäden sind bei Vehikeln mit Pirellireifen aufgetreten – und das bei voller Fahrt. Für die Piloten Hamilton, Massa, Vergne und Perez hätte dieses Rennen sogar mit dem Abtransport im Eichenkasten enden können.

Die Schuld nur Pirelli in die Schuhe zu schieben, ist jedoch auch nicht das Richtige: Schließlich müssen die Teams und Fahrer ebenfalls eventuelle Risiken einschätzen können. Ähnlich wie 2005, als beim Grand Prix der USA lediglich sechs Piloten antraten. Diejenigen, die die Rennteilnahme verweigerten, sagten, dass ihre Bereifung nicht für die Strecke ausgelegt war.

Mit welchen Reifen die Bleifüßler am Nürburgring antreten, ist ungewiss. Weltverbandschef Jean Todt fordert von Pirelli umgehende Lösungsvorschläge, damit solch ein Debakel nicht noch einmal passiert. Schließlich gehe es um die Sicherheit der Fahrer und auch der Zuschauer auf den Rängen. Für die Sensationsgeilen, die sich Totalschäden ansehen möchten, gibt es ja noch die NASCAR-Rennen.

Quelle: Welt