Die Katze ist aus dem Sack: Kimi Räikkönen kehrt im kommenden Jahr zur Scuderia Ferrari zurück. Der Finne unterschrieb einen Zweijahresvertrag bei den Italienern und wird somit neuer Teamkollege von Fernando Alonso.

Räikkönen gewann im Jahr 2007 den bislang letzten WM-Titel für den Traditionsrennstall aus Maranello. 2010 warf ihn Ferrari-Vorstandsvorsitzender Luca di Montezemolo hingegen vorzeitig aufgrund akuter Unlust hinaus. Der Stunk war sogar so groß, dass die Italiener ihm eine millionenhohe Ablösesumme zahlten und ihn letztlich durch Fernando Alonso ersetzten. Dieser stellt wiederum den kompletten Gegenpol zu Räikkönen dar. Der Spanier ist ein Perfektionist, hitzig und hält sich – davon können wir Männer ein Lied singen – für den Besten.

Alonsos Frust, in den letzten drei Jahren vom jüngeren Sebastian Vettel geschlagen zu werden, muss wohl tief sitzen. Über den Sommer kritisierte er das Team öffentlich und gab als Geburtstagswunsch sogar einen Red-Bull-Boliden an. Durch die Aussage schellten die Alarmsirenen bei Luca di Montezemolo, der seinem Fahrer prompt in aller Öffentlichkeit eins auf die Finger gab. Mamma Mia! Dies geschah zuletzt 1991, als Alain Prost seinen roten Renner mit einem Traktor verglich und dafür prompt vor die Tür gesetzt wurde. Alonso darf dennoch bleiben, doch die Verpflichtung Räikkönens ist als klare Ansage seitens di Montezemolos an die „Diva“ der Formel 1 zu verstehen. Gleichzeitig ist es der Druck, mit nun zwei Nummer-eins-Fahrern unbedingt die Weltmeisterschaft wieder nach Italien zu holen.

Solche Paarungen sorgten bereits in der Vergangenheit für Probleme: Ayrton Senna und Alain Prost fuhren sich 1989 gegenseitig in den Karren; Fernando Alonso und Lewis Hamilton vermasselten 2007 aufgrund ihrer Psycho-Spielchen den sicher geglaubten WM-Titel. Man darf also gespannt sein, was da noch kommt.

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