Die Sommerpause tat ihm gut: Nico Rosberg (Mercedes) gewann nach einer vierwöchigen Motorenruhe zum allerersten Mal in seiner Karriere den belgischen Grand Prix in Spa-Francorchamps. Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo wurde Zweiter. Silberpfeil-Teamkollege Lewis Hamilton kam auf dem Bronzerang ins Ziel, nachdem er wegen eines Motorenwechsels aus der letzten Reihe startete.

Die rund 70.000 angereisten Fans sahen eine chaotische Startphase, in der sich unter anderem die beiden Ferrari von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen verhakten. Anstatt eines möglichen Podiums musste sich der vierfache deutsche Weltmeister nach einem Reparaturstopp somit mit dem sechsten Platz begnügen. Unglücklich verlief es auch für Pascal Wehrlein (Manor), der nach einem Auffahrunfall bereits in der Eröffnungsrunde seinen Boliden abstellte. Einen deutlich besseren Tag erwischte hingegen Nico Hülkenberg (Force India), der auf dem vierten Rang nur knapp das Podium verpasste. Mehrere Rangeleien sorgten für viel Karbon-Schrott auf der Strecke. Für eine Schrecksekunde sorgte ein schwerer Unfall von Kevin Magnussen, der in der pfeilschnellen Eau-Rouge das Heck seines Renaults verlor und mit fast 300 km/h in die Streckenbegrenzung knallte. Der Däne konnte dem Wrack leicht humpelnd entkommen. Das Rennen musste anschließend jedoch wegen Reparaturarbeiten kurzzeitig unterbrochen werden.

Nico Rosberg lies sich vom Chaos hinter ihm zu keiner Zeit aus der Ruhe bringen. Kontrollierend spulte der Silberpfeil-Pilot die 44 Rennrunden ab, während Titelverteidiger Hamilton vom wilden Renngeschehen profitierte, um von der letzten Position nahezu problemlos in die Podiumsränge zu rasen. In der Weltmeisterschaft verkürzte Rosberg (223 Punkte) den Rückstand zu Hamilton (232 Punkte) auf neun Zähler. Sebastian Vettel (128 Punkte) wird sich bis zum Saisonende hingegen mit Daniel Ricciardo (151 Punkte) um den dritten Tabellenrang herumschlagen. Weiter geht’s in einer Woche auf der Highspeed-Bahn im italienischen Monza.

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