Formel 1: Porsche erwägt Einstieg bei grünerer Motortechnik – Es war ein Paukenschlag für den Rennsport, als sich Aston Martin zurückmeldeten und nach 61 Jahren ihre Rückkehr zum F1-Rennzirkus bekanntgaben. Den neuen F1-Aston-Martin seht ihr unten im Video. Schon länger machten zudem Hinweise die Runde, dass sich mit Porsche ein weiterer prominenter Sportwagenhersteller für einen „richtigen“ Einstieg in die Königsklasse interessieren könnte. Interessantes Detail: Porsche macht eine solche Entscheidung wohl von nachhaltigeren Motoren und Treibstoffen abhängig.

Dies wird zumindest vom Automagazin „Jalopnik“ so berichtet, wo man zudem auf die neuen synthetischen Kraftstoffe von Porsche verwies. Demnach könnten Porsches Treibstoffe „sauberer als Elektromotoren“ sein, wie das Magazin im Februar 2021 betonte.

2025 wird die Formel 1 ihre nächsten Vorschriften für Motoren offenbaren.

Wie die BBC am 3. März schrieb, könnte Porsche dann erwägen; dem Rennzirkus in der Königsklasse beizutreten. Gegenüber dem britischen Sender offenbarte Porsche-Motorsport-Vize Fritz Enzinger: „Es wäre von großem Interesse, wenn dabei Aspekte der Nachhaltigkeit – zum Beispiel die Einführung von E-Kraftstoffen – eine Rolle spielen. Sollten sich diese Aspekte bestätigen, werden wir sie innerhalb des VW-Konzerns detailliert auswerten und weitere Schritte besprechen.“

Bis dahin ist es eine Weile hin – in vier Jahren kann einiges geschehen. Die Konstrukteure und die FIA haben sich längst nicht auf eine mögliche Zukunft und Form der Aggregate geeinigt. Doch wie sich in dem BBC-Artikel herausstellte, ist Porsche bereits an Diskussionen zwischen den F1-Offiziellen und den Designern beteiligt. Auch ist bekannt, dass Porsche bereits 2019 einen äußerst leistungsstarken F1-Motor nach den Regularien für 2021 konstruiert hatte.

Mit dem Ende der kommenden Saison wird ein Entwicklungsstopp verhängt – zwischen 2022 und 2024 bleiben die Motoren unverändert.

Damit soll während der Corona-Pandemie Personal geschützt und eine Spirale der Teamkosten verhindert werden. Auch sorgt das Einfrieren der Entwicklungen dafür, dass das Team Red Bull nicht ins Hintertreffen gerät – noch gegen Ende 2021 werden sich die Österreicher von Partner Honda trennen.

Dies ist insofern relevant, als dass Porsche-Mutter Volkswagen „sondierende Gespräche“ über mögliche Partnerschaften mit eben Red Bull, aber auch mit Williams und McLaren geführt haben soll. Nimmt man dann hinzu, dass Porsche an synthetischen Treibstoffen forscht, die in der Theorie einen kleineren CO2-Fußabdruck haben sollen als Elektrofahrzeuge während ihrer Fertigung und ihrer gesamten Lebensdauer, sind das durchaus gewichtige Indizien.

Sowohl McLaren als auch BMW und Audi haben Interesse an der Porsche-Technologie gezeigt, zumal Porsche Motorsport wie Audi und BMW an der Formel E teilnimmt.

Letztgenannte wollen der Liga bereits am Ende dieser Saison den Rücken kehren. Dass die Formel 1 sich bis 2030 zum Motorsport mit null Emissionen mausern will, rückt die Aussagen Enzingers in ein interessantes Licht. Zumal Formel-1-Präsident Stefano Domenicali unlängst über das zukünftige Regelwerk Folgendes zu sagen hatte:

„Hybrid wird eine diversifizierte Plattform sein, in welche [die Hersteller] investieren und die Effizienz ihrer Antriebseinheit oder ihres Antriebsstrangs fördern können. [...] CO2-Neutralität ist das zweite zentrale Element in unserer Diskussion – Ökokraftstoff, organischer Kraftstoff.“

Man darf gespannt sein, ob all das nur Kaffeesatzleserei bleibt – wir sind jedenfalls überzeugt, dass die Formel-1-Zukunft für Porsche-Fans höchst spannend werden könnte.

Quelle: jalopnik.com