Ein besseres Geschenk hätte er sich nicht machen können: Einen Tag nach seinem 20. Geburtstag rang Red-Bull-Youngster Max Verstappen den von der Pole-Position aus gestarteten Lewis Hamilton (Mercedes) beim Großen Preis von Malaysia nieder. Daniel Ricciardo komplettierte auf dem Bronzerang das gute Wochenende für die roten Bullen. Sebastian Vettel (Ferrari) raste vom allerletzten Startplatz auf die vierte Position.

Es war gewiss nicht das Wochenende für die Scuderia. Nach dem unglücklichen Startunfall in Singapur schlug beim vorerst letzten Rennen in Sepang die Defekthexe gleich doppelt zu. Bereits in der Qualifikation konnte Sebastian Vettel keine Zeit setzen, nachdem der Turbo an seinem Ferrari nicht funktionierte. Das Ergebnis: der letzte Startplatz. Am Sonntag erwischte es dann auch noch seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen, der das gleiche Problem erlitt und deshalb gar nicht erst das Rennen (ursprünglich Startposition zwei) in Angriff nehmen konnte.

Sebastian Vettel machte dennoch das Beste aus der Situation und verpasste nach einer bärenstarken Leistung auf dem vierten Platz das Podium nur knapp. Am Ende duellierte er sich gar mit Daniel Ricciardo, musste diesen Angriff wegen der abbauenden Reifen aber bereits nach einem Versuch abbrechen. Kurios: Auf der Auslaufrunde nach der Zieldurchfahrt krachte Williams-Pilot Lance Stroll (Platz acht) unachtsam in Vettels Ferrari – und riss ihm dabei einen Teil des Fahrzeugs ab. Pascal Wehrlein (Sauber, Platz 17) fungierte anschließend als Taxi und nahm seinen Landsmann mit zurück in die Boxengasse. Nico Hülkenberg (Renault) kam nach einigen technischen Problemen auf Rang 16 ins Ziel.

Max Verstappen nutzte den Grundstein zu seinem zweiten Karriereerfolg in der vierten Runde, als er den etwas strauchelenden Lewis Hamilton mit einem mutigen Manöver niederrang. Der WM-Führende hatte keine Chance, mit dem Niederländer mitzuhalten – der das Rennen fortan kontrollierte. Entsprechend lang waren die Gesichter bei Mercedes, die zwar einen weiteren Schritt gen Weltmeisterschaft taten, im Rennen aber chancenlos blieben. Vielmehr: Ohne das Pech von Ferrari wäre man wohl lediglich die dritte Kraft gewesen. Mit dem vierten Platz betrieb Sebastian Vettel zwar Schadenbegrenzung, verlor im Titelkampf aber dennoch an Boden. In der Tabelle führt Lewis Hamilton (281 Punkte) nun mit 34 Zählern vor seinem Rivalen Sebastian Vettel (247) bei noch fünf ausstehenden Rennen. Nächste Station: das japanische Suzuka am kommenden Sonntag.