Nico Rosbergs Siegesserie ist gebrochen: Lewis Hamilton gewann zum bereits vierten Mal den Großen Preis der USA im texanischen Austin. Vor einer Rekordkulisse von insgesamt 269.889 Zuschauern setzte sich der Titelverteidiger gegen seinen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg und Red-Bull-Spaßkanone Daniel Ricciardo durch.

Anders als in den vergangenen Rennen gelang Lewis Hamilton der Start von der Pole-Position. Dahinter hatte Nico Rosberg mit Daniel Ricciardo zu kämpfen, der durch eine bessere Linienwahl kurzzeitig die Silberposition übernahm. Dahinter knallte es zwischen Sebastian Vettel (Ferrari), Valtteri Bottas (Williams) und Nico Hülkenberg (Force India). Letzterer, der in der kommenden Saison als Werkspilot für Renault ins Lenkrad greifen wird, zog dabei den Kürzeren und musste nach Singapur erneut vorzeitig seinen Boliden abstellen. Vettel konnte hingegen nahezu unbeschädigt weiterfahren, verpasste auf dem vierten Rang jedoch das Podium. Pascal Wehrlein (Manor) kam als 17. ins Ziel.

Während Lewis Hamilton an der Spitze das Rennen nahezu ungefährdet kontrollierte, entschied sich Mercedes für einen Strategiewechsel bei Rosberg, um so an Riccardio vorbeizukommen. Begünstigt wurde er dabei von einer virtuellen Safety-Car-Phase, die ausgerechnet Red-Bull-Kollege Max Verstappen wegen eines Defekts am Getriebe auslöste. Kurios: Kurz zuvor kam der 19-jährige Niederländer ohne vorherige Absprache zum Boxenstopp – und überraschte damit seine unvorbereiteten Mechaniker. Am Ende erhöhte Rosberg zwar nochmals den Druck auf Hamilton. Dieser schaukelte seinen nunmehr 50. Formel-1-Triumph aber ohne Schwierigkeiten über die Ziellinie.

In der Weltmeisterschaft führt Rosberg nun mit 331 Punkten vor Hamilton (301 Punkte). Bei noch drei ausstehenden Rennen reichen Rosberg drei weitere Silberplätze, um erstmals Formel-1-Champion zu werden. Bereits kommendes Wochenende begibt sich der Rennzirkus nach Mexiko, ehe im November die finalen Läufe in Brasilien und Abu Dhabi stattfinden.

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