Vor einer Woche noch am Boden zerstört, dieses Wochenende wieder obenauf: Lewis Hamilton krallte sich dank einer besseren Strategie seinen insgesamt siebten Erfolg im ungarischen Budapest. Der Mercedes-Pilot rang Max Verstappen (Red Bull) sowie Sebastian Vettel (Ferrari) nieder.

Max Verstappen gelang es nicht ganz, seine allererste Pole Position in der Formel 1 auch in einen weiteren Sieg umzumünzen. Dabei gab der Red-Bull-Youngster jedoch alles. Vom Platz an der Sonne kommend, verteidigte er bravourös die Führung. Lewis Hamilton war hingegen zunächst in ein Techtelmechtel mit seinem Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas verwickelt. Der Finne zog sich dabei Beschädigungen am Fahrzeug zu, wodurch er einen Notstopp einlegen und somit zunächst auf den letzten Platz zurückfiel. Am Ende konnte er sich lediglich auf den neunten Rang nach vorne kämpfen – eine Runde hinter seinem Stallgefährten.

An der Spitze tobte derweil das gesamte Rennen über ein Gigantenduell zwischen Verstappen und Hamilton. Egal was der Titelverteidiger auch versuchte, der junge Niederländer konnte trotz stark abbauender Reifen jeden Angriffsversuch des Briten abwehren. Auch die Boxenstopps brachten keine Änderung. Anstatt hinter dem Bullen zu verhungern, änderte Mercedes überraschend seine Strategie. So beorderte man Hamilton zum abermaligen Reifenwechsel in der 49. Runde herein. Dadurch verschob sich zunächst das Duell. Schnell wurde jedoch klar: Verstappens Pirelli-Pneus würden nicht bis zum Ende durchhalten. 

Mit Riesenschritten holte Hamilton Runde um Runde auf den 21-Jährigen auf. Vier Runden vor Schluss tauchte letztlich der Silberpfeil im Rückspiegel des Niederländers auf – und ging nahezu spielerisch außen in Kurve eins an ihm vorbei. Verstappen nahm dies zum Anlass, um am Ende doch noch zu stoppen. Warum Red Bull den Schützling nicht früher hereinholte? Bereits auf seiner ersten Runde auf frischen Pneus war Hamilton so viel schneller, dass Verstappen bei einem Gummitausch auf jeden Fall hinter den Mercedes-Piloten gefallen wäre. Damit trickste die Sternenmarke ihren Konkurrenten gekonnt aus, dem letztlich nichts anderes übrigblieb, als alles auf eine Karte zu setzen.

Ferrari spielte an diesem Wochenende hingegen überhaupt keine Rolle. Abgeschlagen mit über einer Minute Rückstand erkämpfte sich Sebastian Vettel gegenüber seinem Teamkollegen Charles Leclerc den Bronzerang. Angesichts der Abstände muss sich die Scuderia allerdings eingestehen, dass sie mittlerweile nur noch die dritte Kraft stellt. 

Nico Hülkenberg (Renault) verpasste auf dem zwölften Platz die Punktepositionen. Mit seinem nunmehr achten Saisonerfolg geht Lewis Hamilton (250 Punkte) mit nun 62 Zählern gegenüber seinem Teamkollegen Valtteri Bottas (188 Punkte) in die Sommerpause. Lediglich sieben Punkte dahinter: Max Verstappen (181 Punkte). Sebastian Vettel liegt mit 151 Zählern bereits gänzlich abgeschlagen. 

Weiter geht’s in einem Monat, am 1. September 2019 im belgischen Spa-Francorchamps.