Und täglich grüßt das Murmeltier: Auch in Frankreich war Mercedes-Superstar Lewis Hamilton nicht zu stoppen. Auch ohne dieses Mal von einer Strafe zu profitieren, gewann der Brite einen ereignisarmen Grand Prix vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas und Ferrari-Pilot Charles Leclerc. Sebastian Vettel wurde nach schwacher Qualifikation nur Fünfter.

Als Teststrecke hui, als Rennstrecke pfui? Auch der zweite Besuch der Formel 1 auf dem Circuit Paul Ricard im südfranzösischen Le Castellet entpuppte sich als ereignisarme Prozession. Ohne viel Herausforderung spulte Polesitter Lewis Hamilton einsam an der Front seine Runden ab. Auch Silberpfeil-Kollege Valtteri Bottas musste am Ende eingestehen, dass der Titelverteidiger an diesem Wochenende unschlagbar war. Der Finne kam lediglich am Ende des Rennens von Ferrari-Youngster Charles Leclerc unter Druck. 

Der frisch verheiratete Sebastian Vettel konnte sein Trauglück nicht in ein gutes Ergebnis in Frankreich umwandeln. Nach Grip-Problemen in der Qualifikation musste der vierfache Weltmeister lediglich von der siebten Position ins Rennen gehen. Nach einem guten Start positionierte er sich hinter dem viertplatzierten Max Verstappen (Red Bull).

Obwohl Vettel anfangs noch das Tempo des Niederländers mitgehen konnte, musste er im weiteren Rennverlauf den Bullen jedoch ziehen lassen. Nahezu kampflos gab die Scuderia den Zweikampf auf. Stattdessen beorderte sie ihren Schützling in der vorletzten Runde zu einem zweiten Boxenstopp herein. Mit frischen Reifen gelang Sebastian Vettel somit die schnellste Rennrunde – und mit ihr ein Bonuspünktchen. 

Nico Hülkenberg (Renault) musste sich mit dem neunten Rang begnügen, nachdem McLaren abermals die stärkste Kraft hinter den drei Top-Teams stellte. „Höhepunkt“ des Rennens war ein auf die Piste gewehte Poller, der drei Runden vor Schluss unter Zuhilfenahme des virtuellen Safety Cars von einem wagemutigen Streckenposten aufgesammelt wurde.

Mit seinem nunmehr sechsten Saisonerfolg ist Lewis Hamilton weiterhin auf Titelkurs. In der Weltmeisterschaft führt er nun mit 187 Punkten vor Teamkollege Valtteri Bottas (151 Punkte) sowie dem bereits stark abgeschlagenen Sebastian Vettel (111 Punkte). Bereits kommendes Wochenende gastiert der Formel-1-Zirkus in Österreich. Dann hoffentlich wieder mit etwas mehr Action.