Silberner Jubel statt tobende Tifosi: Einen Tag nach seiner nunmehr 69. Pole-Position gewann Lewis Hamilton (Mercedes) dominant den italienischen Grand Prix im Königlichen Park von Monza. Zweiter wurde sein Teamkollege Valtteri Bottas. Sebastian Vettel betrieb beim Heimrennen von Ferrari auf dem Bronzerang Schadensbegrenzung.


Bereits am Samstag ging Ferrari in der verregneten Qualifikation unter, als Sebastian Vettel nicht über den achten Platz hinauskam. Glück im Unglück: Weil Teams wie Red Bull entgegen des Reglements unerlaubt Teile an ihren Fahrzeugen austauschen mussten, konnten die beiden Scuderia-Piloten dann aber doch noch zumindest vom fünften wie auch sechsten Rang ins Rennen gehen. Bereits am Start setzte sich Lewis Hamilton vom restlichen Feld ab und kontrollierte in dominanter Manier das Rennen. Dahinter pflügte Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas durchs Feld, als er nach bereits wenigen Runden den Silberrang übernahm – und auch nicht mehr bis zum Ende abgab. Sebastian Vettel tat sich hingegen etwas schwerer, erkämpfte im ersten Rennviertel mit einem überraschend leistungsschwachen Ferrari aber dennoch den dritten Platz.

Stärkster Fahrer des Rennens war Daniel Ricciardo (Red Bull), der vom 16. Platz auf den 4. Rang düste. In den finalen zehn Runden heizte der Australier sogar noch Sebastian Vettel ein, als er mit frischeren Reifen bedrohlich auf den Ferrari-Piloten aufholte. Am Ende konnte der vierfache Weltmeister sich aber gegen seinen ehemaligen Teamkollegen behaupten. Somit hatten die tausenden Tifosi, die nach Schwenken der Zielflagge die Strecke stürmten, doch noch etwas zu feiern. Unerfreulich verlief der Sonntag für die verbliebenden Deutschen. Während Nico Hülkenberg (Renault) auf dem 13. Platz punktlos blieb, holte Pascal Wehrlein (Sauber) auf Position 16 das Maximum aus seinem Boliden heraus.

In der Weltmeisterschaft hat Lewis Hamilton mit 238 Punkten nun erstmals in dieser Saison die Tabellenführung übernommen. Sebastian Vettel befindet sich mit 235 Punkten aber lediglich drei Zähler dahinter. Weiter geht’s in zwei Wochen, wenn der Formel-1-Zirkus Europa verlässt und nach Singapur zum spektakulären Nacht-Grand-Prix reist.