Formel 1: VW plant angeblich eigene Rennställe – Zunächst hieß es noch, der Volkswagen-Konzern wolle als reiner Motorenlieferant in dem Formel-1-Zirkus einsteigen. Nun wird in Wolfsburg aber offenbar darüber nachgedacht, mit eigenen Rennställen in den Ring zu steigen. Angeblich soll bereits im Februar über diesen Schritt entschieden werden.

Einem Bericht der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ zufolge möchte Volkswagen zur Saison 2026 mit eigenen Audi- und Porsche-Teams an den Start gehen.

Zuvor war vonseiten mehrerer Medien bereits gemeldet worden, dass Audi den Ex-FIA-Präsident Jean Todt sowie Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali in einem Brief über eine anstehende Vollzugsmeldung aufgeklärt hatte – seinerzeit war allerdings nur die Rede von einer Beteiligung als Motorenlieferant.

Und auch der CEO von Audi, Markus Duesmann, hatte bestätigt, dass „intensive Gespräche“ im Gange seien. Entsprechende Formel-1-Pläne liegen wohl bereits seit Jahren bereit, doch erst die am 15. Dezember beschlossenen neuen Rahmenbedingungen sollen den Ausschlag zur Durchführung gegeben haben.

Denn: Die Motorsport-Königsklasse will ab 2026 halb-elektrisch sowie CO2-neutral werden und einen zu 100 Prozent nachhaltigen Kraftstoff einführen, was das Engagement seitens VW rechtfertigen soll.

Dank der – in Form einer bereits jetzt greifenden stufenweisen Herabsetzung der Budgetobergrenze – festgelegten Kostenreduzierung soll der Wettbewerb zudem fairer werden und weitere Teilnehmer anlocken.

Für VW ist außerdem die überarbeitete Motorenformel relevant, die einen Abschied von der MGU-H-Einheit der hochkomplexen Turbo-Hybrid-Antriebe vorsieht. Auch hier ist eine künftige Kostenobergrenze geplant.

Und so soll sich Audi in besagtem Brief dann auch für die Bemühungen bedankt haben, sei durch „zufriedenstellende Lösungen“ beim Reglement doch ein „weiterer Meilenstein erreicht“ worden und ein Formel-1-Einstieg damit „nahe an der Ziellinie“.

Der „FAZ“ zufolge soll der von Audi und Porsche in Zusammenarbeit entwickelte Antriebsstrang auch anderen Teams angeboten werden, gelten die VW-Töchter doch ohnehin als potentielle Kooperationspartner von Rennställen wie McLaren, Red Bull oder Williams.

Im Zuge weit fortgeschrittener Verhandlungen ist überdies von einem Kaufangebot seitens Audi für McLaren die Rede, Porsche soll mit Red Bull kollaborieren.

Gegenüber „Formel1.de“ erklärte Williams-Teamchef Jost Capito, dass er – bestehenden Vereinbarungen mit Mercedes zum Trotz – einer Partnerschaft mit einer VW-Marke nicht abgeneigt wäre, sei es doch „für jedes Team attraktiv, einen Werksmotor zu bekommen“.

Ex-VW-Mitarbeiter Capito betont jedoch, dass sein ehemaliger Arbeitgeber es „noch nicht offiziell verabschiedet hat, in die Formel 1 zu kommen“. Ihm zufolge mache es „keinen Sinn, irgendwelche Gespräche zu führen“, solange kein offizieller Beschluss von VW vorliegt.

Quellen: focus.de , faz.net