Wegen des Korruptionsverdachts muss Formel-1-Chef Bernie Ecclestone nun in Deutschland vorstellig werden. Genauer gesagt wird er sich vor dem Landgericht München der Anklage stellen müssen.

Wegen des Korruptionsverdachts muss Formel-1-Chef Bernie Ecclestone nun in Deutschland vorstellig werden. Genauer gesagt wird er sich vor dem Landgericht München der Anklage stellen müssen. Die Strafverfolgung wirft Ecclestone vor, dass er vor acht Jahren beim Verkauf der Formel-1-Anteile der BayernLB einen Bankmanager geschmiert haben soll.

Im Detail soll Ecclestone den BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky mit 45 Millionen Dollar bestochen haben, damit dieser die Formel 1 an den Ecclestone genehmen Investor CVC verkaufte, ohne Alternativen zu prüfen. Gribkowsky wurde deswegen bereits zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Darüber hinaus soll Ecclestone sich das Schmiergeld von der Landesbank wiedergeholt haben, nachdem er und Gribkowsky einen Provisionsvertrag ausgehandelt hatten, der nur zum Schein Tätigkeiten Ecclestones bei dessen vorangegangenen Verkaufsgesprächen aufführte.

Laut der Strafkammer soll Ende April über diesen Fall verhandelt werden. Sollte der 83-Jährige für die Bestechung und Anstiftung zur Untreue für schuldig befunden werden, drohen Bernie Ecclestone zehn Jahre hinter Gittern. Er selbst weist derweil alle Vorwürfe zurück. Was die Formel 1 jedoch nicht davon abhielt, aus der Sache Konsequenzen zu ziehen. So wird er nur noch Arbeiten bezüglich des Tagesgeschäfts nachgehen und seinen Direktorenposten abgeben. Außerdem macht diese Rechtssache der Formel 1, insbesondere dem Eigner und Finanzinvestor CVC, Probleme, die eigentlich mit der Rennsportserie an die Börse wollte.

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Quelle: Welt