Unverhofft kommt manchmal oft: Nico Rosberg gewann den Grand Prix im Leitplankendschungel von Monaco vor Sebastian Vettel (Ferrari) und Lewis Hamilton (Mercedes). Letzterer blickte auf dem Podium wie ein nasser Pudel drein, schließlich führte er bis kurz vor Schluss den Traditions-Grand-Prix souverän an.

Zwar konnte Rosberg in der Anfangsphase mit seinem Teamkollegen mithalten. Aufgrund des Überrundungsverkehrs, an dem aufgrund der engen Straßen des Stadtkurses nur schwer vorbeizukommen war, verlor er jedoch wertvolle Zeit. Die Rennentscheidung sollte erst 14 Runden vor Schluss fallen, als Jungsporn Max Verstappen (Toro Rossi) im Duell mit Lotus-Fahrer Romain Grosjean schwer verunfallte. Der erst 17-jährige Niederländer konnte seinen Boliden zwar aus eigener Kraft verlassen, wegen der Bergungs- und Reparaturarbeiten musste das Feld jedoch per Safety-Car neutralisiert werden.

Während dieser Situation verschätzten sich die Strategen von Mercedes komplett, da sie Lewis Hamilton unverständlicherweise zum Reifenwechsel in die Box riefen. Der kalkulierte Abstand zu seinen Verfolgern reichte nicht aus. Stattdessen kam der Brite nicht nur hinter Rosberg, sondern auch hinter Sebastian Vettel auf die Strecke zurück, an denen er im Schlussspurt keinen Weg mehr vorbei fand. So gewann Rosberg zum dritten Mal in Folge im monegassischen Fürstentum. Nico Hülkenberg (Force India) verpasste auf Rang elf die Punkteplatzierungen nur knapp, nachdem er am Start in eine Rangelei mit Fernando Alonso (McLaren) verwickelt war.

In der Weltmeisterschaft führt weiterhin Lewis Hamilton (126 Punkte) vor Nico Rosberg (116 Punkte) und Sebastian Vettel (98 Punkte). Das nächste Rennen findet in zwei Wochen im kanadischen Montreal statt.

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