Für Top-Geschwindigkeiten braucht es neben satter Motorleistung auch die passende Bereifung und vor allem den richtigen Untergrund, stimmt‘s? Könnte man meinen. Diese Herren, die offenkundig gerne PS-stark im Dreck spielen, zeigen, dass es auch anders geht. Zumindest, was den Bodenbelag betrifft. Sie fahren zwar Drag-Rennen, bei denen es auf Geschwindigkeit ankommt. Jedoch sind sie auf Sandpisten unterwegs.

Dabei kommen mitnichten überzüchtete Dragster oder mit Düsen oder Turbinen ausgestattete Lastwagen zum Einsatz, sondern spezielle Motorräder. Deren Hinterrad sieht aus, als wollte es mal ein Traktorreifen werden, wenn es eines Tages groß geworden ist. Machen wir uns nichts vor: Im Prinzip funktionieren die PS-starken Zweirad-Monster auch nicht viel anders als ein Schaufelrad-Dampfer oder ein Schneemobil. Das gigantische Profil gräbt sich regelrecht in den Boden ein.Der Vortrieb dieser Höllenmaschinen auf dem

staubigen Dreck ist daher enorm, die erzielten Geschwindigkeiten für diese Art Untergrund schlicht atemberaubend. Er steht außer Frage, dass es technikbegeisterten Männern eine Menge Spaß bereiten kann, mit so etwas zu fahren – wir wundern uns allerdings, ob es Spaß macht, im Publikum so nah an der Strecke zu stehen. Denn die Menge an „Auswurf“, die bei dieser Art Rennen so durch die Luft fliegt, dürfe nicht jedermanns Sache sein.